Ein Eisbär im Tunnel: Marco Baßler kurz vor dem Play-off-Spiel bei RB München. City-Press

Marco Baßler ist heute noch den Schwimmmeistern in Dingolfing dankbar. „Meine Mutter wollte mich zum Schwimmen bringen. Ich wurde abgelehnt, weil erst Kinder ab fünf Jahren mitmachen durften. Meine Mutter ging dann mit mir in die benachbarte Eishalle. Dort nahmen sie Kinder, wie ich, schon mit vier auf.“

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Der Eisbären-Shootingstar schmunzelt bei der Geschichte über den Beginn seiner Eishockey-Karriere. Mit knapp sechs Jahren ging es in Landshut weiter. „Aus dieser Zeit kenne ich auch Tobias Ancicka und Eric Mik. Gegen sie habe ich im Welli oft gespielt“, erinnert sich Marco und gibt dann zu: „Ich bin froh, dass ich seit vergangenen November hier trainieren darf. Die Eisbären waren schon immer mein Wunschverein. Jetzt habe ich bereits 33-mal in der Hauptrunde mit den Eisbären auflaufen dürfen und dabei von Trainer Aubin gar nicht so wenig Eiszeit erhalten.“

Marco Baßler: Die Eisbären waren  immer sein Wunschverein

Marco Baßler stemmt seinen ersten Meisterpokal in de Höhe. Foto: City-Press

Dafür hat er in Berlin ein ganz anderes Problem: „Ich habe nichts mit dem berühmten Fußballspieler Mario Basler zutun.“ Der spielte einst mal bei Hertha und ist als Fast-Namensvetter oft genug einen Vergleich wert.

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Bei den Play-offs saß Marco allerdings auf der Tribüne. „Das hat mich schon gewurmt“, sagt der Stürmer und schwört: „Ich werde jetzt im Sommertraining ackern, damit der Trainer mit mir möglichst in jedem Spiel zufrieden ist.“ Der Flügelstürmer verdankt seine erste Meistermedaille auch ein bisschen einem Tauschgeschäft. Für ihn wechselte Stürmer Parker Toumie nach Straubing. „Parker hat mir als Abschieds-Geschenk seinen Berliner WLAN-Anschluss überlassen“, verrät der Außenstürmer einen besonderen Abschiedsgruß.

Drei Dinge braucht der Eisbär: Kraftraum, Fahrrad, Eishalle

Im Sommertraining rafft Marco Baßler jetzt alle Möglichkeiten für den Formaufbau zusammen. „Den Kraftraum, das Fahrrad und das Eis nutze ich jeden Tag, um mich zu Saisonbeginn im August in guter Form zeigen zu können“, verspricht der Flügelstürmer.

Berlin ist aber zu lebenswert und zu interessant, um sich nur auf das Eis zu beschränken. Das sieht auch Marco so: „Die Sommermonate sind für mich wie geschaffen, um die Stadt mit kennenzulernen. Wenn die Saison beginnt, bleibt dazu kaum noch Zeit“, nennt Marco seine Beschäftigungen neben dem täglichen harten Training. Schließlich will er seine Eiszeit von knapp acht Minuten ebenso merklich steigern wie die bisher erzielten vier Scorerpunkte (1 Tor, drei Vorlagen). Mit null Strafminuten gehört er allerdings zu den Vorbildern der gesamten Liga.

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