Lukas Reichel, Marcel Noebels und Leo Pföderl (v . l.) wollen auch bei der Nationalmannschaft zusammen feiern. Imago/Matthias Koch

In der abgelaufenen Saison bildeten Lukas Reichel (18), Leo Pföderl (27) und Marcel Noebels (29) nicht nur die Sahne-Sturmreihe der Eisbären, sondern der ganzen Liga. Zusammen schoss das Trio 42 Tore und brachte es auf 84 Vorlagenzähler. Kein Wunder also, dass Eishockey-Bundestrainer Toni Söderholm auch bei der WM im lettischen Riga ab der kommenden Woche auf das Meister-Trio setzt.

Jetzt lesen:  Eisbären basteln am neuen Meisterkader: Neue Verträge, schmerzhafte Abgänge>>>

Wie für die EHC-Kollegen Mathias Niederberger (28) und Jonas Müller (25) ging es bereits am Dienstag nach Nürnberg, wo es ab sofort darum geht, sich für das Turnier im Schwung zu bringen. Und wie schon über die ganze Saison hinweg waren die EHC-Himmelsstürmer schon bei der Anreise unzertrennlich. Während sich Reichel und Pföderl zurücklehnen konnten, steuerte Noebels das Auto erst durch den Berliner Stadtverkehr und dann über die Autobahn. Um sich dann in den nächsten Tagen vor dem verdienten Urlaub noch mal richtig ins Zeug zu legen. „Jetzt geben wir noch mal alles, aber danach braucht es auch echt mal eine Pause vom Hockey“, sagt Noebels.

Glückwünsche aus der NHL

Während Pföderl und Noebels schon länger gemeinsam im DEB-Team spielen und zusammen 2018 bei den Olympischen Spielen die Silbermedaille gewannen, ist Reichel noch ziemlich neu dabei in diesem erlesenen Kreis. Und entsprechend aufgeregt, demnächst seine erste WM zu spielen. „Ich denke, wir haben in den letzten Tagen ausreichend gefeiert. Jetzt bin ich gespannt, was in den kommenden Tagen auf mich zukommt.“

Jetzt lesen:  Achte Meisterschaft: Neue Helden hat die Hauptstadt>>>

Und auch nach der WM wird womöglich gar nicht so viel Zeit bleiben, um all das sacken zu lassen, was er in kürzester Zeit erlebt hat. Denn sein Auftreten bei der WM wird auch Ausschlag darüber geben, ob Reichel schon zur kommenden Saison in die NHL wechselt oder womöglich ein weiteres Jahr Eisbär bleibt. „Das ist momentan noch alles total offen“, sagt er.

Nachrichten aus Übersee sind in den vergangenen Tagen jedenfalls bei ihm eingegangen. Auch von Kumpel Tim Stützle, der in seinem ersten NHL-Jahr bei den Ottawa Senators für reichlich Furore sorgt. Bei aller Liebe zu den EHC-Sturmkollegen Noebels und Pföderl und allen anderen Meisterhelden, das Abenteuer NHL will Reichel natürlich auch gerne bald erleben.