Einst Konkurrenten, nun gemeinsam auf Puk-Jagd: Eisbär Jonas Müller und Zugang Marco Baßler (r.).  Imago

Der Deutschland-Cup in Krefeld ist vorbei, ab jetzt zählt wieder nur die Liga. Für die Eisbären geht sie mit dem Spiel der Spiele weiter: Freitag kommen die Adler Mannheim in die MB-Arena (19.30 Uhr). Einen größeren Einstand hätte sich Marco Baßler (22) gar nicht aussuchen können.

Baßler wechselte in der Cup-Pause im Tausch mit Parker Tuomie von DEL-Konkurrent Straubing in die Hauptstadt. Und bewies noch vor seinem ersten Gang aufs Trainings-Eis: Für den Meister ist ihm kein Weg zu weit.

Der erste Übungstag im Welli ist geschafft, Baßler ist ein bisschen kaputt. Kein Wunder, musste er doch erst die Beine wieder freibekommen. Baßler verrät: „Mein Vater hat mich aus Landshut hergefahren.“ Heißt: 600 Kilometer und knappe sechs Stunden im Auto, ein Sonntagsvergnügen der besonderen Art. Baßler ist sich aber sicher: „Für mich und meine Karriere macht das mein Vater gern.“ Solo-Rücktour für den Senior inbegriffen...

Eisbären-Angebot sofort angenommen

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Egal, denn die Chance, die sich dem Flügelstürmer beim EHC bietet, ist riesig: „Ich habe sofort zugesagt, als das Angebot kam.“

Schon nach dem ersten Tag ist da das Gefühl, alles richtig gemacht zu haben. Baßler: „Nach einer Woche ohne Eis schmerzen zwar die Beine in den ersten Minuten, als wäre man nie Schlittschuh gelaufen. Aber nach 90 Minuten Training bin ich wieder im Rhythmus.“ Und schiebt nach: „Im Kraftraum war ich auch schon. Das ist wichtig für mich, weil ich meine Zweikampfhärte an der Bande unbedingt ausbauen möchte. Die Trainingsbedingungen bei den Eisbären sind einfach auf Topniveau.“

Baßler ist die Reihe egal 

Die MB-Arena kennt der 22-Jährige von den Auftritten mit den Straubinger Tigers, für die er 46-mal auflief. Marco fiebert nun seinem ersten Heimspiel im Eis-Tempel entgegen, macht sich aber nichts vor: „Ich kann meine Situation ganz gut einschätzen. Ich werde wahrscheinlich in der vierten Reihe anfangen. Damit habe ich kein Problem. Mir muss keiner erzählen, wie wichtig eine starke vierte Reihe ist.“

Übrigens: Alles war für ihn nicht neu. Baßler: „Von den Eisbären beim Training kannte ich nur Sebastian Streu. Mit ihm habe ich im U18-Nationalteam gespielt. Manuel Wiederer war ja noch nicht zurück.“ Der hat wie die anderen Deutschland-Cup-Gewinner Marcel Noebels, Leo Pföderl, Kai Wissmann und Jonas Müller bis morgen frei.

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