Man sieht es ihm deutlich an: Sein Tor in Nürnberg hat Eisbären-Knipser Leo Pföderl aber so richtig gutgetan.
Man sieht es ihm deutlich an: Sein Tor in Nürnberg hat Eisbären-Knipser Leo Pföderl aber so richtig gutgetan. Imago/Zink

Verrückte Zeiten bei den Eisbären. Endlich mal kein Spiel unter der Woche, nach dem 2:0 in Nürnberg ist der Blick nur aufs Duell am Freitag gegen Augsburg (19.30 Uhr) gerichtet. Mit drei Punkten gegen den direkten Konkurrenten kann sich der EHC viel Luft im Abstiegskampf verschaffen.

Einer, auf den es da ankommt, ist Leo Pföderl (29). Der Torjäger kam vor drei Jahren aus Nürnberg nach Berlin. Pföderl grinst: „Der Wechsel war kein Fehler, mit den Eisbären bin ich zweimal Meister geworden.“

Nach einer Titelverteidigung sieht es im Moment eher nicht aus. Aber aufgeben ist nicht die Sache des Bad Tölzers: „Wir werden kämpfen.“

Eisbär Leo Pföderl: „Ohne Grundlage ist alles verspätet“

Gut für Leo und die Eisbären: Mit dem 1:0 in Nürnberg trug sich Pföderl mal wieder in die Torschützenliste ein. Erst zum fünften Mal in dieser Saison (insgesamt 197 DEL-Tore).

Warum der eigentlich eiskalte Knipser nur kleckert und nicht klotzt wie sonst, erklärt er in kleiner Gesprächsrunde auf Frage der Bild-Zeitung so: „Ich war verletzt, konnte kein ordentliches Sommertraining absolvieren. Ohne diese Grundlage läuft die gesamte Saison irgendwie verspätet. Das ist natürlich ärgerlich.“

Aber Pföderl sagt auch: „Im Moment habe ich meine Form wieder, fühle mich immer besser.“ Na, wenn das kein Grund für Optimismus nicht nur für das Augsburg-Spiel ist ...

Läuft’s bei Leo Pföderl, läuft’s bei den Eisbären

Pföderl hat im Moment 535 DEL-Spiele auf seinem Konto. Die 560 würde er gern noch in dieser Saison vollmachen. Doch dafür müssten die Eisbären das Play-off-Viertelfinale erreichen.

Zuletzt war das für die Eisbären mit Pföderl immer der Auftakt für den Triumphmarsch. 2021 verzauberte Leo zusammen mit Marcel Noebels (30) und Lukas Reichel (20, wechselte nach der achten EHC-Meisterschaft in die NHL zu den Chicago Blackhawks) die Liga.

Eisbär-Knipser Leo freut sich aufs Mountainbike

Im vergangenen Jahr war er im Verbund mit Noebels und Blaine Byron (27, ging dann zu IK Oskarshamn nach Schweden) ein Garant für Titel Nummer neun.

Meister-Flausen schwirren Leo, der sich zuletzt aus der dritten Reihe wieder an die Seite von Noebels und jetzt Giovanni Fiore (26) hocharbeitete, im Moment nicht durch den Kopf: „Ich werde bis zum Saisonende versuchen, mein Bestes zu geben. Danach steht mein Mountainbike bereit, mit dem ich mir dann den Schwung hole, um im Herbst erneut mit den Eisbären anzugreifen.“

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