Die Eisbären bejubeln mit Torwart Mathias Niederberger den Sieg in Ingolstadt. Imago/Eibner

Vorhang auf zum nächsten Showdown. Wie schon im Viertelfinale gegen Iserlohn erkämpften sich die Eisbären im Halbfinale in Ingolstadt mit dem 3:2 das dritte Entscheidungsspiel. Siegtor-Schütze Ryan McKiernan: „Das ist jetzt ein gutes Gefühl. Wir müssen es genießen, und dann richten wir unsere Konzentration auf das dritte Spiel.“

Durch den hart erarbeiteten, aber am Ende hoch verdienten Erfolg im zweiten Halbfinalspiel, den der 31 Jahre alte Verteidiger mit seinem bereits fünften Play-off-Tor erst 63 Sekunden vor der Schlusssirene sichergestellt hatte, sind die Eisbären nur noch einen Sieg vom DEL entfernt. Nach dem 1:1-Ausgleich in der Best-of-Three-Serie fällt die Entscheidung heute (18.30 UhrSport1) in der Arena am Ostbahnhof.

Wichtigste Powerplay der Saison 

McKiernan lobte vor allem die Nervenstärke und Beharrlichkeit der Mannschaft, die in Ingolstadt lange einem Rückstand hinterherlaufen musste. „Wir hatten definitiv schon im zweiten Drittel viele Torgelegenheiten“, sagte der US-Amerikaner. „Es spricht sehr für uns, dass wir mental stark geblieben sind und an unser Spiel und unsere Fähigkeiten, mehr Chancen herauszuspielen, geglaubt haben. Und genau das ist im letzten Drittel geschehen.“

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Nationalspieler Marcel Noebels hob zudem die richtungsweisende Bedeutung des Ausgleichstreffers zum 2:2 hervor, den Matt White elf Minuten vor dem Ende in Überzahl erzielt hatte. „Für uns war es das wichtigste Powerplay dieses Jahres. Es hat das Spiel geändert“, sagte er.

Marcel Noebels warnt

„Wir wussten, dass unser Powerplay in den letzten Spielen viele Chancen liegen gelassen hat und nicht gut genug war. Aber wenn man hart arbeitet, dann geht halt irgendwann auch mal einer rein.“ Für den 29 Jahre alten Angreifer war der Erfolg ein „absoluter Charaktersieg“ der Eisbären. „Wir standen mit dem Rücken zur Wand. Aber mit uns ist zu rechnen, weil wir nie aufhören zu glauben“, sagte er. „Wir sind eine komplette Einheit. Es macht Spaß, füreinander zu kämpfen.“

Noebels warnte aber auch davor, nun mit zu großer Selbstsicherheit ins Entscheidungsspiel zu gehen. „Von dem Sieg können wir uns nichts mehr kaufen“, sagte er. „Ich denke, es wird wieder ein hart umkämpftes Spiel. Aber wenn wir mit der Mentalität reingehen, die wir diesmal an den Tag gelegt haben, bin ich sehr zuversichtlich.“