Maxim Lapierre wird nicht mehr das Trikot der Eisbären tragen. Foto: City-Press/Marco Leipold

Die Eisbären müssen den nächsten Rückschlag hinnehmen: Nach zahlreichen Coronafällen in der Mannschaft, die dafür sorgten, dass die Spieler bis kommenden Donnerstag in Quarantäne müssen und demzufolge die letzten beiden Partien im DEL-Vorbereitungsturnier nicht bestreiten können, beendet jetzt auch noch Maxim Lapierre seine Karriere vorzeitig.

„Die Entscheidung ist mir nicht leichtgefallen, auch wenn ich schon ein bisschen länger darüber nachgedacht hatte“, lässt sich der kanadische Mittelstürmer in einer Vereins-Pressemitteilung zitieren. „Es war einfach Zeit, meine aktive Karriere zu beenden. Das hat weder etwas mit meiner momentanen Verletzung noch mit den Eisbären zu tun. Ganz im Gegenteil. Ich habe mich in Berlin unglaublich wohl gefühlt.“

Für die Berliner ist das natürlich ein echter Tiefschlag. Der ehemalige NHL-Profi zählte sportlich wie menschlich zu den wichtigsten Persönlichkeiten im Eisbären-Team. „Es war ein Schock für uns als Maxim zu uns kam und uns darüber informierte, dass er seine Karriere sofort beenden wolle. Selbstverständlich respektieren wir Maxims Entscheidung, auch wenn wir ihn nur sehr schwer ersetzen werden können“, erklärt Eisbären-Sportdirektor Stéphane Richer.

Knappe zwei Wochen vor dem Start in die neue Saison stellt sich zunehmend die Frage, wie wettbewerbsfähig die Berliner sein werden. Nicht nur der Trainingsrückstand wegen der Coronafälle trifft die Mannschaft von Trainer Serge Aubin hart. In den vergangenen Spielen offenbarte sich eine gravierende Instabilität im Team. Die Abgänge von James Sheppard und Louis-Marc Aubry auf der Centerposition konnten noch nicht kompensiert werden. Dass nun auch noch Lapierre wegfällt, ist aus sportlicher Sicht geradezu dramatisch.