Marcel Noebels, Lukas Reichel, Ryan McKiernan und Zach Boychuk (v. l.) freuen sich über das 1:0. Es war der Auftakt eines torreichen Abends. Imago

Die Erleichterung war so groß, dass man selbst hier in der Stadt spüren konnte, wie riesige Felsklumpen in Iserlohn von den Schultern der Eisbären-Profis gepurzelt sind. „Wir können stolz aufeinander sein, wir haben gezeigt, was in uns steckt“, sagte Marcel Noebels nach diesem so beeindruckenden 6:0 am Seilersee. Denn die Eisbären haben sich nicht zum Ausgleich in dieser Best-of-Three-Serie gezittert, sondern als Mannschaft ein Zeichen der Stärke gesendet. „Wir haben füreinander gekämpft und füreinander gespielt“, freute sich der Stürmer, der mit vier Torvorlagen ganz entscheidenden Anteil daran hatte, dass es am Sonnabend in eigener Halle nun zum Showdown ums Halbfinale kommt (17.30 Uhr, Magentasport).

Bei allen Hochgefühlen im Sauerland war Noebels und Co. durchaus bewusst, dass sie zwar den K.o. verhindert haben, mehr aber noch nicht erreicht ist. „Wir dürfen nicht vergessen, dass es nur ein Spiel war. Am Samstag geht es wieder von null los“, warnte er selbst. Dennoch wissen die EHC-Cracks natürlich, dass es an ihnen selbst liegt, nun den Deckel draufzumachen. Mit genau den Tugenden, die sie am Donnerstag gezeigt haben. „Wir sind viel gelaufen und haben die Zweikämpfe angenommen. Jedes Mal, wenn wir nah am Mann sind, fällt es Iserlohn schwer, was zu kreieren“, analysierte Noebels.

Trainer Serge Aubin bläst zur Attacke

Vor allem haben die Roosters keine Mittel gefunden, um die Offensivkraft der Bären zu stoppen. Zusammen mit Zach Boychuk, der neu in die erste Reihe kam, und Lukas Reichel wirbelte Noebels die Iserlohner schwindelig. Am Ende standen bei diesem Trio drei Tore und ach Torbeteiligungen zu Buche. „Alle haben einen guten Job gemacht, aber die drei sind vorangegangen“, lobte deshalb auch Cheftrainer Serge Aubin.

Am Freitag nahm der Kanadier seine Spieler aber wieder in die Pflicht. „Bis Mitternacht darfst du dich freuen, aber dann beginnt ein neuer Tag. Jetzt heißt es wieder attackieren. Wir arbeiten das ganze Jahr für diese Phase der Saison.“ Die in der kommenden Woche dann bitte weitergehen soll.