Frank Hördler ist immer noch schwer aufzuhalten. Foto: City-Press/Mathias Renner

Am Freitagabend geht es für die Eisbären darum, gegen die Kölner Haie und Ex-Coach Uwe Krupp (20.30 Uhr, Magentasport) den verpatzen Start ins Jahr (2:5 in Iserlohn) auszubügeln. Nach dem Rücktritt von Florian Busch (36) ist es zugleich das erste Spiel, in dem Kapitän Frank Hördler nun ganz offiziell als letzter Meister-Eisbär des Geburtsjahres 1985 übriggeblieben ist.

Gedanken, dass auch für ihn die Zeit als EHC-Profi langsam zu Ende gehen wird, macht er sich derzeit keine. Ähnlich wie Vorgänger-Capitano André Rankel und Buschi hatte auch er immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen. Allerdings fühlt sich der Verteidiger topfit. In der vergangenen Saison verpasste er kein einziges Spiel, und auch momentan fühlt er sich pudelwohl. „Solange das so bleibt und ich der Mannschaft helfen kann, werde ich den schönsten Sport der Welt nicht so schnell aufgeben“, sagt er.

Die Mannschaft kann Hördler nicht nur als erfahrenen Abwehrmann gut gebrauchen, er wird auch gebraucht als Vorbild für die zahlreichen jungen Profis, die eines Tages mal in die großen Fußstapfen treten sollen. Mit Lukas Reichel, Haakon Hänelt oder Nino Kinder stehen zahlreiche Stürmer mit glänzenden Perspektiven im Kader. Ihnen allen fehlt es noch an dem Feinschliff, den sie durch die Hilfe der Routiniers bekommen sollen.

Dass ein ganzer Jahrgang über eine Ära hinweg dem Verein die Treue hält, wird aber wohl einzigartig bleiben. Manager Peter John Lee sagt: „Das war schon was Besonderes. Wir sehen bei Lukas Reichel, dass du als guter Spieler Chancen auf die NHL hast. Auch in Deutschland ist die Konkurrenz größer geworden.“ So langsam gilt es Abschied zu nehmen von einem einzigartigen Modell in Deutschland. Von dem immerhin noch Hördler übriggeblieben ist.