Lukas Reichel konnte gegen Kasachstan nur im ersten Drittel mitspielen. Imago/CTK Photo

Aufatmen, zumindest ein bisschen! Nachdem Eisbären-Jungstar Lukas Reichel (19) beim 2:3 gegen Kasachstan einen ungeahndeten Check gegen den Kopf einstecken musste, geht es ihm „soweit gut“. Laut Christian Künast, Sportdirektor des Deutschen Eishockey-Bundes, hätten die Untersuchungen bislang nichts gezeigt, was auf eine Gehirnerschütterung hinweist. Dennoch steht Reichel, der bei den drei WM-Spielen zuvor zweimal traf und drei Tore vorbereitete, weiterhin unter Beobachtung. Bei einem kleinen Teamausflug am freien Donnerstag war der Meisterbär dabei.

Hoffnung auf Reichels Comeback gegen Finnland

Und so besteht die Hoffnung, dass Reichel an der Seite von seinen Eisbären-Kollegen Marcel Noebels (29) und Leo Pföderl (27) am Sonnabend gegen Finnland (19.15 Uhr/Sport1) wieder stürmen kann, wenn die DEB-Auswahl einen entscheidenden Schritt in Richtung Viertelfinale machen will. „Das Gute ist: Wir haben zwei Tage Zeit. Wir werden das sehr sorgfältig prüfen, er ist hier in sehr guten Händen“, sagte Künast.

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Diese Hoffnungszeichen ändern nichts an der Wut, die dieser Brutalo-Check bei den DEB-Oberen auslöste. „Ich könnte nicht verstehen, wenn dieser Check gegen Lukas nicht geahndet wird. Das geht nicht. Das muss unterbunden werden. Ein Check gegen den Kopf ist ein No-Go“, tobte Präsident Franz Reindl. Bundestrainer Toni Söderholm war nicht weniger wütend, dass diese Unsportlichkeit folgenlos blieb. „Es ist jetzt der dritte Check gegen den Kopf im vierten Spiel“, sagte der Finne. Vor zwei Jahren hatte das DEB-Team Moritz Seider nach einer ähnlichen Aktion verloren.

Nach dieser WM beginnt für Reichel dann das Abenteuer NHL. Bei den Chicago Blackhawks, die ihn im vergangenen Jahr in der ersten Runde des Drafts ausgewählt haben, wird er nach dem Turnier wohl einen Vertrag unterschreiben.