Und wieder ist der Puck drin. Eisbär Matt White überwindet Iserlohns Keeper Karri Rämö. Foto: City-Press

Matt White macht genau da weiter, wo er vergangene Saison schon mit 26 Toren geglänzt hat. Neuen Buden in der Liga sowie sieben in der Champions League – der Eisbären-Stürmer ballert aus allen Rohren.

„Wenn White im gegnerischen Drittel auftaucht, sehen die meisten   gegnerischen Torsteher schwarz“, betätigt sich EHC-Co-Trainer Craig Streu als „Literat“. Matt macht seine Arbeit immer zu Ende. Streu weiter: „Er fängt klein an und beendet sie meist mit einem Torschuss. Zu unserem Glück trifft er dann auch oft.“

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Eisbär White schwärmt von Berlin

„Bei den Eisbären kann man sich wohlfühlen. Es macht mir Spaß hier zu spielen“, sagt White. Der 32 Jahre alte Stürmer aus dem kalifonischen Whitter ist nicht der große Kabinenredner. Er zeigt lieber auf dem Eis, was er kann. Als er einmal gefragt wurde, welche Sprache er am liebsten perfekt beherrschen würde, sagte er: „Deutsch, weil ich Deutschland als meine zweite Heimat betrachte.“ Wohl auch deswegen heiratete er im Sommer in Kalifornien die Tanzlehrerin Ashley. Jetzt lebt und tanzt Ashley mit Matt in Berlin. „Eine Stadt, die uns beiden gefällt“, erklärt der Eisbär.

Matt White weiß, was auf der Welt wo gespielt wird. Er zog bereits mit 16 Jahren zu Hause aus, um ein erfolgreicher Eishockeyspieler zu werden. In Nebraska schoss er zunächst im Uni-Team Tore. Bis 2013 verbrachte er den Sommer sogar auf Inlineskater und wurde mit dem USA-Team Weltmeister. Danach stand er als Profi vornehmlich in der AHL bei den Manchester Monarchs und den Milwaukee Admirals unter Vertrag. Irgendwie zog es ihn aber immer nach Europa. Nach einer kurzen Stippvisite mit elf Spielen bei Olympia Ljubljana kam er 2018 bei den Augsburger Panther unter.

Eisbären-Angebot kam gerade Recht

„Augsburg empfand ich auch als eine schöne Zeit. Ich saß besonders gern im Cafe auf dem Markt“, erinnert sich Matt. Nach einem Jahr in der KHL bei Nischnekamsk und Dinamo Riga, „sehnte ich mich wieder nach Deutschland zurück.“ Ein Vertragsangebot von den Eisbären kam da gerade Recht.

„Mein erster Meistertitel in einer Profiliga war in der vorigen Saison ein großes Erlebnis“, betont der Torjäger   und sagt: „Was in meinen Kräften steht, werde ich tun, um noch einmal den Meisterpokal hochhalten zu dürfen.“

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