Trainer Serge Aubin (h.) und seine Eisbären müssen am Donnerstag in Iserlohn nicht nur entschlossen gucken, sondern so spielen.   Foto: dpa/Andreas Gora

Jetzt oder nie! Nach dem 3:4 zu Hause müssen die Eisbären am Donnerstag in Iserlohn (19.30 Uhr) gewinnen, sonst ist der Traum vom achten Meistertitel schneller aus, als Leberwurst in der Sonne grün wird. Urknall oder Urlaub. Spiel 3 oder alles vorbei. Los, Jungs: Zeigt, dass ihr echte Eisbären seid.

Trainer Serge Aubin hatte die Tücke einer Best-of-three-Serie ganz einfach erklärt: „Du kannst in Spiel zwei den Sack zumachen oder stehst mit dem Rücken zur Wand.“ Letzteres war für ihn dabei aber kein Thema: „Unser Plan ist gewinnen, Plan B gibt es nicht.“ Am Donnerstag  muss A aufgehen, egal wie.

Ausgerechnet Aubin ...

Dass Aubin kalt erwischt wurde, war ihm nach dem Schock zum Viertelfinal-Auftakt anzusehen. Ohne eine Miene zu verziehen, sprach er ins TV-Mikro: „Wir haben viel zu viele Strafzeiten bekommen, das hat uns die Partie gekostet. Wir werden das Spiel analysieren und bereit sein.“

Sein Namensvetter hatte 59 Sekunden vor Schluss in doppelter Überzahl Iserlohns Siegtor erzielt. Stürmer Brent Aubin (beide stammen aus Quebec, sind nicht verwandt) jubelte: „Das hat Spaß gemacht.“ Geht’s nach den Eisbären, wird der ihm heute vergehen.

Serge Aubins Reserviertheit rührte eher daher, dass er in Gedanken schon beim Matchplan für das Duell am Seilersee war. Mark Zengerle, der nach Syndesmoseband-Anriss sein Comeback gab: „Wir sind immer noch überzeugt, dass wir die Serie gewinnen und ins Halbfinale einziehen.“

Auch Adler und Bullen wackeln

Übrigens: Ähnlich zugeknöpft wie Serge Aubin waren auch die Kollegen Pavel Gross und Don Jackson in Mannheim (2:3 n.V. gegen Straubing) und München (1:4 gegen Ingolstadt). Kaum zu glauben, aber realistisch: ein Halbfinale ohne Eisbären, Adler und Bullen. Dann wären diese Play-offs nicht nur die schnellsten aller Zeiten, sondern auch die verrücktesten.