In seiner Karriere stürmte Lewis Zerter-Gossage auch mal für die Harvard University, in der Saison 2018/2019 sogar als Kapitän.
In seiner Karriere stürmte Lewis Zerter-Gossage auch mal für die Harvard University, in der Saison 2018/2019 sogar als Kapitän. Imago/Icon Sportswire

Wenn Eisbären-Sportchef Stéphane Richer erst mal loslegt, da ... Erst reagierte der EHC auf die vielen Verletzten mit vielen Talenten aus den eigenen Reihen, jetzt ist binnen zwei Tagen der zweite neue Stürmer da. Mittwoch wurde Ex-Iserlohn-Monster Alex Grenier (31) von Schweiz-Erstligist Langnau verpflichtet, jetzt ist auch Lewis Zerter-Gossage (27) ein Berliner.

Lewis wer? Als echter Dealmaker hat Richer seine Augen überall. Zerter-Gossage spürte er in der East Coast Hockey League (ECHL) auf, wo er zuletzt für die Maine Mariners spielte, in 23 Spielen 15 Scorerpunkte (7 Tore, 8 Assists) sammelte. Zudem war der Rechtsschütze auf Leihbasis achtmal für AHL-Team Tucson Roadrunners aktiv.

Neuer Eisbär erst mal ab nach Weißwasser

Der Kanadier (1,88 m, 94 Kilo) stammt aus Montreal, erhält die Trikotnummer 79, hat einen Vertrag bis Saisonende und bei allen sportlichen Fähigkeiten einen ganz großen Vorteil: Zerter-Gossages Vater stammt aus Deutschland, somit hat der Junior auch einen deutschen Pass und besetzt keine der zwei noch freien Ausländerlizenzen des Meisters.

Auch auf deutschem Eis kennt er sich aus, zumindest in den Niederungen. Lewis spielte 2020/21 elfmal für das Oberliga-Team der Blue Devils Weiden. Das Problem: Zerter-Gossage kommt aus einer längeren Eis-Pause. Richer: „Lewis war schon etwas länger nicht mehr im Einsatz, deshalb wird er zunächst noch Spielpraxis bei den Lausitzer Füchsen sammeln. Wir sind uns sicher, dass er bei den Eisbären und in Weißwasser den nächsten Schritt in seiner Entwicklung nehmen wird.“

Neuer Eisbär: Deutscher Vater half bei Vertrag

Damit ist auch klar: Der Stürmer ist keine Sofortverstärkung fürs DEL-Team von Trainer Serge Aubin. Richer zu seiner Neu-Verpflichtung: „Lewis Zerter-Gossage wird unserem Kader mehr Tiefe verleihen. Er ist ein guter Offensivspieler im besten Eishockeyalter. Er ist technisch versiert und hat ein sehr gutes Spielverständnis.“ Der Transfer-Fuchs gibt aber auch offen zu: Natürlich ist es förderlich, dass er einen deutschen Pass besitzt.“

Zerter-Gossage will jetzt so schnell wie möglich bereit für den Einsatz in der DEL sein, sagt: „Ich freue mich riesig, ein Teil der Eisbären Berlin zu sein. Ich fühle mich geehrt, ab sofort einer solch erfolgreichen Organisation anzugehören. Ich bin stolz auf meine deutschen Wurzeln und glücklich, meine Laufbahn im Heimatland meines Vaters fortzusetzen.“ Na dann ...

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