Eisbären-Torwart Mathias Niederberger nimmt einen kräftigen Schluck aus der Pulle. Foto: City-Press/Mathias Renner

Union (2:0 in Bremen), Hertha (3:0 gegen Schalke) und Alba (85:72 gegen München) haben es vorgemacht, am Dienstag wollen die Eisbären in Iserlohn (19.30 Uhr) zeigen, dass auch sie einen Traumstart ins neue Jahr hinlegen können.

2020 beendete der EHC mit einem 5:0 gegen Krefeld, mit drei Punkten soll es weitergehen. Trainer Serge Aubin verrät: „Wir hatten ein paar Tage, um uns zu erholen und Zeit mit der Familie zu verbringen. Danach haben wir hart gearbeitet, um für die Aufgabe in Iserlohn bereit zu sein.“ Sein Ziel: „Wir wollen den Weg fortsetzen, den wir eingeschlagen haben. Ich habe in jedem Spiel Fortschritte gesehen.“

Ein richtig gutes Gefühl hat auch Parker Toumie. Der Stürmer sagt: „Jetzt wollen wir eine kleine Serie anfangen.“ Klar, das will auch Mathias Niederberger, nach dem Zu-null-Sieg gegen Krefeld würde er am liebsten auch heute ohne Gegentor bleiben. Aber so was lässt sich im Eishockey nie planen, man kann sich nur so gut es geht vorbereiten.  

Der Nationaltorhüter macht das entspannt: „Im Wesentlichen schaue ich mir das gegnerische Powerplay an und da speziell die Tendenzen.“ Also von wo aus am liebsten geschossen und ob eher lange oder nur kurz bis zum Abschluss kombiniert wird. Hat er einen Überblick, geht Niederberger in die Feinjustierung: „Ich gucke mir auch gerne mal an, wer der gefährlichste Torschütze ist, ob er eine bestimmte Tendenz hat und was der Gegner in der offensiven Zone macht.“  

Wer jetzt denkt, der Bären-Fänger ruft dieses Wissen nun pausenlos ab, der irrt. Niederberger: „Das alles mache ich nur ganz grob und nicht so im Detail. Denn da besteht die Gefahr, dass man anfängt, Dinge falsch zu antizipieren oder zu spekulieren. Und dann hätte man den gegenteiligen Effekt.“

Fehlt nach der theoretischen Einstimmung auf den Gegner nur noch die praktische auf dem Eis. Niederberger: „Beim Warm-up lasse ich mich gerne in einer bestimmten Art und Weise einschießen.“ Passt alles und hat er auch das nötige Glück, klappt’s vielleicht wieder mit dem Shutout.