Vor der Saison hoffte DEL-Boss Gernot Tripcke ganz gewiss, dass er um eine Situation wie die aktuelle herumkommt.  Foto: City-Press/Moritz Eden

Bis Ende vergangener Woche war Gernot Tripcke (53) noch halbwegs optimistisch. Obwohl da wegen zu vieler Corona-Fälle Wolfsburg, Iserlohn und München den Spielbetrieb vorübergehend eingestellt hatten. Jetzt ist mit Bietigheim das vierte Team in Quarantäne, und der DEL-Chef kämpft um Fassung: „Erst ohne Zuschauer, jetzt ohne Spieler – das macht nicht wirklich Spaß. Wir kämpfen bis zum Letzten.“

Nur: Ist der Kampf überhaupt zu gewinnen? Die Liste der Nachholspiele (bisher über 30) wird immer länger, die möglichen Termine, um die Tabelle zu begradigen, werden immer knapper. Tripcke: „Wir können die Mannschaften ja nicht dauerhaft viermal pro Woche spielen lassen.“

DEL-Spiele während Olympia?

In ihrer Not macht die DEL vor keiner Idee halt, denkt sogar an Spiele während Olympia in Peking (4. bis 20. Februar). Tripcke: „Wir müssen sehen, dass der eine oder andere Klub spielen kann.“

Dass Partien dann ohne die Besten den Wettbewerb noch weiter verzerren, ist auch dem Boss bewusst. Tripcke: „Sollten die Spiele stattfinden, werden wir natürlich die Spieler abstellen. Andererseits wird auch kein Spieler gezwungen zu gehen. Es ist für sie jetzt nicht der klassische Olympia-Spaß.“

Play-offs wieder nur „best of three“?

Was bliebe noch? Tripcke: „Vielleicht verkürzt man die Play-offs oder verschiebt sie in Richtung WM.“ Die beginnt am 13. Mai in Helsinki, die Play-offs sind ab Viertelfinale (noch) als „best of five“ geplant.

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