Die Eisbären jubeln über das 1:0 in Iserlohn, es ist der Auftakt eines torreichen Abends. Imago

Was für ein Comeback der Eisbären gegen die Iserlohn Roosters! Nach dem bitteren 3:4 zum Auftakt in die Play-offs hat der EHC die bestmögliche Reaktion gezeigt. Von der Gefahr, dass diese Saison viel zu früh zu Ende sein könnte, war in den 60 Minuten am Seilersee nicht mal eine Spur zu erkennen. Eine Stunde lang war die Mannschaft von Trainer Serge Aubin Herr in fremdem Haus und gewann ungefährdet mit 6:0 (2:0, 1:0, 3:0). Wenn es gelingt, diese Sahneform zu konservieren, dürfte dem Einzug ins Halbfinale am Sonnabend (17.30 Uhr) nichts im Wege stehen.

Entscheidender Vorzug im Vergleich zum ersten Spiel war das Comeback der Paradereihe. Nachdem sich Leo Pföderl schwer am Knie verletzt hatte, hingen Marcel Noebels und Lukas Reichel zuletzt etwas in der Luft. Zusammen mit Doppelpacker Zach Boychuk, der statt Kris Foucault in die Formation rutschte, trumpften sie nun aber so was von auf. 10 Scorerpunkte erzielte das Top-Trio an diesem Abend. Mit vier Vorlagen erinnerte Noebels stark an die herausragende erste Saisonphase, als er einen neuen EHC-Scorerrekord aufstellte.

Mathias Niederberger ist unbezwingbar

Weniger aufsehenerregend, aber nicht weniger wichtig war das Comeback von Mathias Niederberger als unbezwingbarer Fels im EHC-Kasten. Alle Versuche der Iserlohner die Bären zu ärgern, fischte der Keeper souverän weg und landete einen Shut-out. „Wenn du in den Play-offs zu Null spielst, ist ein Lob an die Mannschaft angebrachte“, sagte er.

Ärger gab es dann nur zum Schluss, weil die Iserlohner den Spielpuck nicht herausrücken wollten. Noch wichtiger wäre es nun, dass am Sonnabend der Puck in der Arena bleibt. Dann wäre das Halbfinale nämlich fix.