Matt White fühlt sich bei den Eisbären sehr wohl. Foto: City-Press

Nach dem 7:1 über Köln kam Matt White wieder sehr zufrieden nach Hause. Nicht nur, weil seine Eisbären nach der Olympiapause „gut aus der Kabine gekommen“ sind (Coach Serge Aubin). Mit seinen Saison-Toren 23 und 24 erfüllt er den Wunsch seiner Gattin.

„Meine Frau sagt fast jeden Tag, dass es sie glücklich macht, dass wir hier wohnen können“, sagt White und der US-Boy erklärt die Wohlfühl-Umgebung in Berlin: „Die Eisbären empfinde ich als sehr gute Organisation, übertroffen werden sie für meine Frau und mich noch durch die Stadt. Berlin ist einfach wunderbar.“

Eine Vertragsverlängerung scheint Formsache. White: „Wenn es nach mir geht, bleibe ich Eisbär.“ Die beachtenswerte Trefferquote will Matt allerdings keineswegs nur für sich in Anspruch nehmen: „Ich habe starke Mitspieler wie am Dienstag in Köln mit Fiore und Nielsen, die mir die Scheibe auf die Kelle legten.“

Eisbären-Spiel wegen Corona abgesagt

Eine Fortsetzung am Freitag ist geplatzt. Das Spiel gegen seinen Ex-Klub Augsburg ist wegen Corona abgesagt. So kann der Stürmer erst Sonntag gegen Krefeld wieder auch seine Frau mit Siegen für die Berlin-Verlängerung glücklich machen.

Auf Whites Meinung können sich die Eisbären durchaus etwas einbilden, denn der in Los Angeles geborene Matt kennt sich in der Welt des Pucks gut aus. So trieb er die Scheibe in der AHL bei den Ontario Reign und den Milwaukee Admirals. Danach kehrte er für das Winterhalbjahr seiner sonnigen Heimat Kalifornien den Rücken.

„Ich spielte in der KHL bei Nischnekamsk in Russland und Dynamo Riga in Lettland. Als vor zwei Jahren das Angebot der Eisbären kam, habe ich mich riesig gefreut. Von meinen beiden Jahren in Augsburg wusste ich, wie schön es in Deutschland ist“, zeigt Matt bei unserem Gespräch Emotionen.

Wandervogel Matt White in Berlin sesshaft

Den Stürmer lechzt es nach Siegen, wie er gesteht: „Die Meisterschaft im vorigen Jahr hat mich tief beeindruck und war ein großes Erlebnis für mich Es war übrigens mein erster Landesmeistertitel.“

Warum Matt White bei seinen Torjäger-Qualitäten nicht für die USA-Olympiaauswahl nominiert wurde? Der Ami-Crack zuckt mit den Schultern: „Ich weiß es nicht. Ich glaube, dass mich der USA-Olympia-Trainer David Quinn gar nicht kennt.“

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