Eisbär Frans Nielsen lässt das Eis schneien. Foto: City-Press

Bei Frans Nielsen stehen die Schweißperlen auf der Stirn, als er das Training beendet. „Das muss sein, denn ich will gute Play-offs spielen“, sagt der Däne. Nach 949 NHL-Spielen mit 163 Toren sowie bisher 33 DEL-Auftritten mit zwölf Toren soll nach den Play-offs mit den Eisbären Schluss der Profi-Laufbahn sein. Logisch, dass bei maximal 15 Spielen vor seinem Karriereende ein bisschen Wehmut hochkocht.

„Im Moment freue ich mich auf die Play-offs. Die sind nicht nur in der NHL, sondern in jeder Liga ein Höhepunkt. Wir haben eine starke Mannschaft. An mein Karriereende denke ich in diesen Tagen noch nicht. Vielleicht kommt das, ganz gleich in welcher Runde, wenn das vermutlich letzte, entscheidende Spiel vor uns liegt“, sagt Nielsen.

Am 38. Geburtstag will Nielsen Halbfinale spielen

Besonders am 24. April will der Stürmer aufs Eis laufen, dann steht das dritte Spiel des Halbfinals im Kalender. „Da wäre ich glücklich, denn das ist mein 38. Geburtstag.“ Frans Nielsen sieht natürlich die NHL als stärkste Eishockey-Liga der Welt. „Doch die DEL ist auch stark, wenn du da bis ins Finale vordringst, musst du in einer Top-Mannschaft spielen“, weiß Nielsen.

Nach 22 Jahren Profi-Eishockey ist Nielsen den Eisbären für seinen ersten und einzigen Olympiaauftritt dankbar: „Ich konnte mich in Berlin in Form halten. Ich habe nie vermutet, von welchen Emotionen ich noch nach einer so langen Eishockey-Karriere bei den Spielen erfasst wurde.“

Bei den Play-offs will Nielsen noch einmal mit richtig guten Leistungen glänzen. „Vielleicht glückt mir auch noch das eine oder andere Tor. Ein Meistertitel wäre ein Traum für meinen Abschluss. Ich weiß aber ganz genau, wie schwer ab Sonntag jedes Spiel wird“, macht sich Nielsen nichts vor.

Jugendtrainer könnte als neuer Job passen

Nach der Saison brummt der Profi mit Ehefrau Moa und den drei Kindern nach Hause Richtung Herning. „Ich will erst einmal ein bisschen Abstand zu 22 Profijahren gewinnen und mich um meine Familie kümmern, die oft auf mich verzichten musste. Ich werde nicht gleich als Trainer einsteigen, denn dann bin ich wieder genau so viel unterwegs wie bisher. Ich will erst einmal als Jugendtrainer vorfühlen, ob ich in dem Trainer-Job bestehen kann. Jetzt gilt es aber erst einmal, die Play-off gut zu bestehen.“ Wie wahr.

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