Frans Nielsen spielte für Dänemark bisher acht WM-Turniere, war auch da immer ein Anführer. Foto: City-Press/Marco Leipold

5:3 gegen Köln gewonnen, den ersten DEL-Heimsieg der Saison gefeiert und einen Superstar verpflichtet. Seit Sonntag ist diese Spielzeit für die Eisbären in einer neuen Phase. Mittwoch (19.45 Uhr) wird das Kapitel Champions League beendet, Freitag ist der EHC in der Liga spielfrei, am Sonntag gegen Ingolstadt (14 Uhr) soll Frans Nielsen erstmals für den Meister auflaufen.

Keine Frage: Nielsen ist eine große Nummer: 15 Jahre NHL, 949 Spiele (171 Tore/311 Vorlagen), bei seinen beiden Klubs NY Islanders und Detroit lange Vizekapitän, ein echter Leader. Aber der Däne ist schon 37 Jahre alt. Ein Problem? Woher denn. Die Eisbären haben mit „Golden Oldies“ nur super Erfahrungen gemacht.

Peter John Lee überstrahlt alle

Saison 1996/97: Peter John Lee (r.) im Duell mit Kölns Alexander Genze.

Foto: City-Press

Zuallererst wäre da natürlich Peter John Lee (heute 65). Der in England geborene Kanadier (450 NHL-Spiele)  kam 1995 im stolzen Alter von 39 Jahren nach Hohenschönhausen. Der Rest ist Legende. Lee ließ noch zwei Jahre auf dem Eis den Puck fliegen (71 Spiele, 21 Tore, 20 Assists), war dann Trainer und später als Geschäftsführer einer der Väter für die sieben ersten Meister-Titel. Als Vize-Aufsichtsratsboss ist er immer noch dabei.

Thomas Steen hält Klub-Rekord

Thomas Steen prägte die Eisbären von 1996 bis 1999. Foto: City-Press

Oder Thomas Steen (61). Der Schwede heuerte 1996 mit 36 Jahren beim EHC an. Nach 1006 NHL-Spielen, mehr hat kein anderer Eisbär zu bieten. Er blieb bis zum Saisonende 1999, schnürte 133 Mal für die Bären die Stiefel (26 Tore/40 Assists) und brachte den Klub ein ganzes Stück weiter.

Mike Bullard ließ es krachen

Mike Bullard: Zunge raus und drauf. Foto: City-Press

Mike Bullard (60) war wie Nielsen jetzt 37 Jahre jung, als er 1998 zum EHC wechselte. „Bulli“ (767 NHL-Partien) ließ in insgesamt 123 Spielen ganz oft den Welli beben, half mit 61 Toren und 74 Vorlagen entschieden mit, jeweils den Abstieg zu verhindern. Der Kanadier hängte nach 2000 sogar noch zwei Jahre in Schwenningen dran.

Petri Vehanen, Turm in der Schlacht

Petri Vehanen auf dem Weg zum Ehrenbully vor dem Spiel zwischen den Eisbären Berlin gegen den Adler Mannheim am 7. Oktober 2018. Foto: City-Press

Und nicht zu vergessen: Petri Vehanen (44). Der Hexer, 2011 Weltmeister mit Finnland, zog 2014 das Eisbären-Trikot über – da hatte er 36 Lenze auf dem Buckel. Nach 169 Einsätzen, bei denen er fast immer der Turm in der Schlacht war, beendete er vier Jahre später mit fast 40 Jahren in Hohenschönhausen seine große Torwart- Karriere.

Jetzt ist also Frans Nielsen da. Und es spricht nichts dagegen, dass er sich nahtlos in diese tolle Eisbären-Ahnengalerie einreiht.

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