Frank Hördler feiert sein Tor zum 4:0 gegen die Kölner Haie. Foto: City-Press/Florian Pohl

Je oller, desto doller. Die Eisbären lassen momentan in der MB-Arena die Gegner alt aussehen. 5:0 vorm Jahreswechsel gegen Krefeld, 5:0 zum Start in 2021 gegen die Kölner Haie. Mittendrin im Höhenflug: Frank Hördler (fast 36).

Der letzte verbliebene 7-Titel-Meisterbär ist diese Saison der neue Kapitän und mit dem „C“ auf der Brust fast noch besser als ohnehin schon. Der Abwehr-Haudegen gibt zu: „Die Kapitänsrolle ist neue Motivation für mich, ich fühle mich noch sehr jung. Wir haben eine gute Truppe, es macht Spaß.“

Gegen Köln bereitete Frankie das 2:0 von Parker Toumie (7.) mit einem Pass fast übers ganze Eis traumhaft vor, das 4:0 (31.) erzielte er in Unterzahl selbst. Von Lob für sich wollte Hördler trotzdem nicht viel wissen.

Botschaft an die tollen Fans

Der Olympiasilber-Gewinner von 2018 dachte lieber an die Kollegen. Wie Torwart Niederberger, der seinen zweiten Shutout feierte. Hördler: „Glückwunsch an Mathias, zu null zu spielen, ist immer super.“ Oder an Toumie: „Das war sein erstes DEL-Tor, das ist immer ganz besonders.“ Oder das gesamte Team: „Es gab kaum ein Durchkommen, das muss schon frustrierend sein für Köln.“

Noch schöner wären die Siege allerdings, wenn die Bären sie mit ihren tollen Fans feiern dürften. Corona macht das noch unmöglich, aber gut sichtbar prangte im Eis-Tempel die Botschaft von Hördler & Co. an den treuen Anhang: „Eisbären-Fans, wir vermissen euch.“ Den Trennungsschmerz lindert ein Sieg am Montag in Düsseldorf (18.30 Uhr). Zumindest ein bisschen.