Strammer Schuss: Frank Mauer hat jeden Muskel angespannt, Frankfurts Maximilian Gläßl schaut zu.
Strammer Schuss: Frank Mauer hat jeden Muskel angespannt, Frankfurts Maximilian Gläßl schaut zu. Imago/Jürgen Engler

An diesem Mittwoch (19.30 Uhr) steigt in der DEL mit RB München gegen die Eisbären die erste Neuauflage des vergangenen Meisterfinals. Ein absolutes Traditionsduell. Die Statistik sieht die Roten Bullen als Favoriten. Von den bisherigen 68 DEL-Begegnungen sackten die Bayern 40-mal die Punkte ein. 28-mal strahlten die Berliner als Sieger.

„Wir fahren heute trotzdem nicht mit der weißen Fahne nach München“, sagt Neu-Eisbär Frank Mauer (34). Der Stürmer wechselte im Sommer von den Bullen zu den Eisbären und schwärmt. Ich hatte prima Jahre in München, aber Berlin ist die bisherige Krönung in meiner Laufbahn. Hier fühle ich mich richtig wohl. Ich spüre, durch den Geist, der hier herrscht, dass ich beim amtierenden Meister gelandet bin.“

Neu-Eisbär Mauer wurde mit München dreimal Meister

Wenn das einer sagt, der mit den Münchnern dreimal den Titel gewonnen hat, dann haben die Worte schon Gewicht. Beim letzten Play-off-Spiel am 4. Mai stießen sich die Bullen allerdings durch eine 0:5-Klatsche gegen den EHC ganz schön die Hörner ab. Doch jetzt wechselte mit Mathias Niederberger ein Weltklasse-Keeper von der Spree an die Isar.

„Natürlich ist Niederberger ein Spitzentorwart, aber Münchens bisheriger Stammtorwart Danny aus den Birken ist auch Nationaltorwart und kein Fliegenfänger. Trotzdem haben die Eisbären mit einem 5:0-Sieg im Mai bei uns den Sack zugemacht und sind Meister geworden“, erinnert Mauer an das letzte Duell der beiden Teams, bei dem er noch für die Bayern stürmte.

Der Angreifer sieht heute einen Sieg dann im Bereich der Möglichkeiten, „wenn wir gut stehen und nach vorn so spielen wie 40 Minuten gegen Frankfurt. In der Defensive sind wir aus meiner Sicht sowieso super.“ Der Ex-Eisbär im Münchner Kasten schreckt Frank Mauer nicht: „Selbst mit Niederberger im Tor, wenn er überhaupt steht, halte ich uns für stark genug, um in München zu gewinnen.“ Wie das gehen könnte, weiß Eisbären-Trainer Serge Aubin genau: „Das geht nur über Schnelligkeit.“ In den letzten vier Play-off-Finalspielen in diesem Frühjahr dirigierte er die Eisbären mit diesem Anspruch zu drei Siegen.

Hammerprogramm für die Eisbären: Sechs Spiele in acht Tagen

Mit dem Spiel in München beginnen für die Eisbären übrigens wahre Stresstage. Freitag kommt Mannheim und am Sonntag Düsseldorf in die MB-Arena. Am nächsten Dienstag gibt die NHL durch die San Jose Sharks eine Visitenkarte in Berlin ab. Nur einen Tag später lauert im „Welli“ Mountfield Hradec Kralove aus Tschechien in der Champions League auf die Berliner. Weitere zwei Tage später muss der Meister in Ingolstadt ran. Sechs Spiele in acht Tagen. Ein bisschen  irre ist so ein Spielplan schon. Auch für die Fans, die innerhalb von sieben Tagen viermal das Portemonnaie zücken müssen.

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