Die Eisbären werden wie hier Manuel Wiederer in Düsseldorf trotz langer Führung noch in die Mangel genommen. Imago/Andreas Gora

Hey, Eisbären, was ist das denn? Ein plötzlicher Anflug von Leichtsinn oder Angst vor der 100? Die Eisbären verlieren 2:3 nach Penaltys (1:0, 1:0, 0:2/0:1) bei der DEG. Verrückt: 214 Sekunden vor Schluss führt der Meister 2:0, hat die gut 56 Minuten zuvor alles im Griff.

Die Eisbären spielen vor 6059 Zuschauern in Düsseldorf wie ein Team, das weiß, was es kann, und in der Woche ab Dienstag vier Spiele vor der Brust hat: souverän, abgezockt, mit Auge auch in Sachen Energieverbrauch. Der Lohn ist ein 2:0 nach 40 Minuten.

Desres und Clark sorgen fürs 2:0

Für das 1:0 (15.) sorgt Simon Despres, der einfach mal den Hammer rausholt und genau hoch ins Eck zielt. Beim 2:0 (27.) zieht Matt White ab, Kevin Clark fälscht leicht mit der Kelle ab. Dazu gibt’s vier Treffer ans Torgestänge. Läuft!

Aber eben nur bis zur 57. Minute. Dann dreht Daniel Fischbuch auf. Der Ex-Eisbär trifft in seinem 500. DEL-Spiel erst zum 1:2 und gleicht 73 Sekunden vor Ultimo aus. Beide Male bei sechs gegen fünf (Strafe für die Eisbären angezeigt bzw. Torwart raus).

Und weil es irgendwie zum Jubiläum passt, versenkt Fischbuch auch noch den entscheidenden Penalty. Die Eisbären eiskalt erwischt.

Die 100 ist nur aufgeschoben …

Kevin Clark ist hinterher äußerlich gefasst, aber in ihm brodelt es: „Wir müssen natürlich gewinnen, so was darf uns in den Play-offs nicht passieren.“

Nun steht der EHC dank des einen Zählers fürs Remis nach der regulären Spielzeit bei „nur“ 99 Punkten. Jetzt soll die 100 am Dienstag gegen Ingolstadt (19.30 Uhr, MB-Arena) fallen.