Gut für die Eisbären: Leo Pföderl (l.) und Marcel Noebels sind momentan kaum zu stoppen. Foto: Oliver Behrendt/contrast photoagentur

Nach dem Auswärtssieg-Doppelpack ist die Stimmung bei den Eisbären prächtig, am Mittwoch (18.30 Uhr, MB-Arena) soll gegen Krefeld der vierte Sieg in Serie folgen. Auf geht’s!

Die Pinguine sind weit abgeschlagen nur schmückendes Beiwerk in der Nordgruppe der DEL. Alles andere als der achte Sieg im achten Heimspiel ist für die Eisbären kein Thema. Auch nicht, dass im Überschwang der Glücksgefühle die Bodenhaftung verloren geht. Dafür sorgt schon das magische Trio.

Die Paradereihe mit Marcel Noebels (28), Lukas Reichel (18) und Leo Pföderl (27) verzaubert die Liga. In 15 Spielen sammelten die drei stolze 49 Punkte (19 Tore/30 Assists), haben jeder einzelne eine positive Plus-Minus-Statistik im zweistelligen Bereich (Noebels +17, Reichel +10, Pföderl +11). Wahnsinn!

Walker-Marke wackelt

Damit nicht genug: Der Wirbelsturm ist auf Rekord-Jagd. Pföderl traf beim 6:1 in Krefeld im achten Spiel in Folge, das schaffte vor ihm kein Eisbär.

Beim 4:1 in Iserlohn baute er den Klub-Rekord, den zuvor der legendäre Steve Walker aus der Saison 2009/10 und Sean Backman 2018/19 (beide jeweils sieben) hielten, mit dem Treffer zum Endstand ins leere Tor sogar noch aus.

Noebels ist noch mittendrin in der Jagd nach einer neuen EHC-Bestmarke. Der Top-Spieler der vergangenen Saison hat in den 13 zurückliegenden Partien immer gepunktet. Gelingt ihm das auch gegen Krefeld, sind Walker (2007/ 08) und Backman (2017/18) auch hier entthront.

Extra-Lob für Reichel

Jungstar Reichel, beim NHL-Draft in Runde eins an Nr. 17 von den Chicago Blackhawks gezogen, wird an der Seite der Bären-Besten immer stärker. Trainer Serge Aubin verteilt ein Extralob: „Er ist sehr stabil auf dem Eis und nur schwer von der Scheibe zu trennen.“

Und was ist das Geheimnis für die Magie dieser Reihe? Glaubt man Marcel Noebels, gibt es keines: „Leo, Lukas und ich haben alle Spaß am Eishockey und das sieht man auch an unserem Spiel.“