Frank Hördler führt die Eisbären als Kapitän aufs Eis. Foto: City-Press

Es ist der Startschuss in eine bessere Zeit für die Eisbären: Mit dem ersten Spiel im MagentaSport Cup gegen die Schwenninger Wild Wings am Freitagabend (19.30 Uhr) im Welli, geht die Spielzeit 2020/2021 gefühlt richtig los. „Für uns beginnt jetzt die Saison“, sagt Zugang Parker Tuomie, der am vergangenen Wochenende beim Deutschland Cup überzeugte.

Obwohl noch nicht in trockenen Tüchern ist, dass die reguläre Spielzeit dann am 18. Dezember starten kann, ist die Aufbruchstimmung greifbar. „Die jüngsten Infos treiben die Motivation unglaublich hoch“, weiß Kapitän Frank Hördler. Ein Großteil der Klubs hat grünes Licht gegeben, zur Not auch ohne Zuschauer zu beginnen. Die Entscheidung darüber fällt in der kommenden Woche.

Natürlich wird es gespenstisch sein, wenn die Bären ohne jegliche Fan-Unterstützung dem Puck hinterherjagen. Hördler (33), der seit 2003 ein Eisbär ist, hat zuhauf Energie getankt, die von den Zuschauern aufs Eis übergesprungen ist. Dennoch ist er heilfroh, dass nach dem vielleicht schwersten Sommer seiner Karriere die Perspektive zurück ist. „Wir haben gelernt, nicht so weit nach vorne zu schauen, sondern uns auf das zu konzentrieren, was als Nächstes vor uns liegt“, sagt er, „man lernt, Kleinigkeiten mehr wertzuschätzen.“

Dazu zählt auch, dass er als Nachfolger von André Rankel, der sich im Frühjahr von den Eisbären verabschiedet hat, die Kollegen aufs Eis führen wird. „Ich hätte nie gedacht, dass ich dieses Amt eines Tages übernehme“, sagt er. Wenn alles gut läuft, wird er die Binde in dieser Saison bis in den Mai tragen. Dann, so ist der Plan, soll ein neuer Meister gefunden sein.