Mathias Niederberger erlebt einen harten Abend, geht in Bremerhaven nach dem 1:4 entnervt vom Eis. Foto: Imago/Horstmüller

Ein Tag zum Vergessen für die Eisbären! Im Spitzenspiel bei den Fischtown Pinguins in Bremerhaven gibt es ein 3:5 (1:1, 0:3, 2:1), die zweite Niederlage in Folge. Statt drei Punkten gibt es drei Verletzte. Wenigstens bleibt der EHC Tabellenführer in der DEL Nord.  

Schon vorm ersten Bully gibt es schlechte Nachrichten: Mark Zengerle (Teilruptur des Syndesmosebandes beim 2:3 n.P. gegen Wolfsburg/acht Wochen Pause) und PC Labrie (Leiste/drei Wochen weg) sind nicht mit dabei.

Für Zengerle rückt Mark Olver als Center in die Reihe zu Parker Tuomie und Kris Foucault, durch Labries Ausfall gibt es mit Haakon Hänelt (17), Sebastian Streu (21) und Fabian Dietz (22) eine echte Youngster-Formation. 

Blitz-Tor von Boychuk

Damit nicht genug: Im ersten Drittel wird Giovanni Fiore hart an die Bande gecheckt, muss raus und kommt während des Spiels nicht zurück. Da droht weiteres Ungemach.  

Ansonsten setzen auf dem Eis erst mal die Special Teams die Akzente. Carson McMillan bringt die Pinguine im ersten Powerplay in Führung (9.), Zach Boychuk nutzt die erste Überzahl der Eisbären zum Ausgleich, erzielt nach nur sieben Sekunden mit einem Mann mehr das 1:1 (11.).  

195 Schreck-Sekunden

Im zweiten Abschnitt geht's dahin: 1:2 durch Jan Urbas (30.), Maxime Fortunus (31.) und erneut McMillan (33.) stellen auf 1:4 - und das alles in nur 195 Sekunden! Torwart Mathias Niederberger macht entnervt Platz für  Tobias Ancicka.

Der lässt einen Tag vor seinem 20. Geburtstag kein weiteres Gegentor zu. Und die Eisbären kommen noch mal zurück. Jonas Müller knallt den Puck zum 2:4 rein (53.), Leo Pföderl gelingt sogar das 3:4 (58.).

Dann nimmt Trainer Serge Aubin eine Auszeit und 131 Sekunden vorm Ende Ancicka für einen zusätzlichen Feldspieler vom Eis. Hilft nix: Niklas Andersen trifft zum 3:5-Endstand ins leere Tor (59.).