Glückliche Eisbären-Gesichter, wohin man schaut: (v. l.) Luks Reichel, Zach Boychuk, Serge Aubin. Foto: Imago/Matthias Koch

Serge Aubin hat in der Öffentlichkeit eher den Ruf, dass er zum Lachen in den Keller geht. Und dann das: Mit dem Sieg-Doppelpack in Krefeld (6:1) und Iserlohn (4:1) zauberten die Eisbären ihrem Chefcoach ein zufriedenes Lächeln ins sonst meist ernste Gesicht und machten ihm ein vorfristiges Geschenk zum 46. Geburtstag am Montag.

Vor der Westreise  hatte der DEL-Rekordmeister bei sechs Versuchen in der Fremde nur einen Dreier geholt. Innerhalb von 23 Stunden wurde die Beute verdreifacht. Das verzückte auch den gestrengen Übungsleiter.

Zu Hause nachlegen

Aubin: „Krefeld war ein schöner Sieg, aber stolz bin ich darauf, mit welchem Einsatz das Team gegen die viel stärkeren Iserlohner nachgelegt haben. Wir fahren mit einem Lächeln nach Hause und genießen die Zeit, bis es wieder an die Arbeit geht.“  

Am Mittwoch gegen Krefeld (18.30 Uhr) soll dann die bislang makellose Bilanz in der MB-Arena mit sieben Siegen aus sieben Spielen weiter ausgebaut werden. Wäre ja zu blöd, wenn mit der plötzlich entdeckten Auswärts-Lust die Heimstärke bröckelt ...

Hördler ist begeistert

Treten die Eisbären auf wie in Iserlohn, ist die Gefahr dafür aber ziemlich gering. Kapitän Frank Hördler (36), der mit seinem Powerplay-Kracher von der blauen Linie zum 2:1 (54.) in Iserlohn die Weiche auf Sieg stellte: „Wir hatten wenig Erholung, aber trotzdem sind alle marschiert und haben sich für den anderen eingesetzt. Wir haben zusammengehalten und unser Spiel über 60 Minuten durchgezogen. Ganz großes Lob an die Mannschaft.“

Das verteilte auch Giovanni Fiore (24), der mit seinem vierten Saisontor das 3:1 (56.) erzielte: „Die beiden Siege zeigen den Charakter unserer Mannschaft. Der enge Spielplan ist anstrengend, aber wir werden immer besser und haben unser volles Potenzial noch nicht erreicht.“