Eisbären-Torwart Tobias Ancicka hält in Augsburg, was zu halten ist, wird noch den Kollegen aber zu oft allein gelassen.   Foto: Imago/kolbert-press

Na hoffentlich haben die Eisbären nicht zum falschen Zeitpunkt den Fuß vom Gas genommen. 5:6 (0:3, 2:0, 3:2/0:1) nach Penaltys bei Süd-Kellerkind Augsburg. So hat Trainer Serge Aubin das vor dem Play-off-Viertelfinale (best of three) ab morgen gegen die Iserlohn Roosters (19.30 Uhr, MB-Arena) mit Sicherheit nicht geplant.

Jonas Müller stellt vorm ersten Bully klar: „Es ist immer gut, mit einem Sieg in die Play-offs zu starten.“ Soweit die Theorie.

Ohne sechs nicht sexy

Ohne Mathias Niederberger, Frank Hördler, Marcel Noebels (alle geschont), Leo Pföderl, Mark Zengerle und Haakon Hänelt (alle verletzt), dafür aber mit Korbi Geibel (18) in seinem zweiten Spiel und Debütant Paul Reiner (19) legen die Bären auf dem Eis erste 20 Minuten hin, die eher an Bewegungstherapie unter Wettbewerbsbedingungen erinnern. Motto: bloß nicht verletzten. Ein 0:3 ist die verdiente Strafe.

In der Pause wird Aubin richtig laut. Danach sorgen Simon Després im Powerplay (23.) und Parker Toumie (28.) für den Anschluss. Dann zieht wie Laschheit ins Bären-Spiel ein und Augsburg auf 2:5 weg.

Blamage verhindert

Als es kurz vor oberpeinlich wird, gleichen Sebastian Streu (52.), Kris Foucault (54.) und Matt White (60.) noch zum 5:5 aus. Na ja ...

Unterm Strich bleiben nur drei Siege aus den letzten acht Spielen mit immer mindestens drei Gegentoren. So wird das nix mit dem achten Meistertitel, denn in den Turbo-Play-offs wird jeder Fehler eiskalt bestraft.