Knipser Matt White will mit dafür sorgen, dass die Kölner Haie für seine Eisbären kein Hindernis sind. Foto: City-Press/Florian Pohl

Es knistert! Und zwar mächtig. Die Eisbären starten nach einer spielfreien Woche endlich in die heiße Phase der Mission Titelverteidigung. Am Sonntag steht Spiel eins im Viertelfinale (Best of Five) gegen Köln an (14 Uhr, MB-Arena).

Vier Duelle mit den Haien gab es in dieser Saison, alle gewann der EHC. Tordifferenz 17:6! Großen Anteil daran hatte Matt White (32) mit insgesamt drei Treffern und fünf Vorlagen. Trotzdem bleibt der Knipser vorsichtig: „Davon sollten wir uns aber nicht blenden lassen. Play-offs sind ein anderes Buch, das da aufgeschlagen wird.“

Matt White ist ein Punktegarant

Klar, alles andere als der Halbfinal-Einzug des Meisters gegen den Hauptrundenzehnten, der sich mit 2:0-Siegen gegen den Siebten Ingolstadt fürs Viertelfinale qualifizierte, wäre mehr als eine herbe Enttäuschung.

Nix da, bisher konnten sich die Eisbären immer auch auf den Torinstinkt des Kaliforniers verlassen. In seinen zwei Jahren beim EHC brachte es White auf bisher 109 Scorer-Punkte. Dafür brauchen andere ein ganzes Eishockey-Leben.

Matt White lobt die Eisbären

Trotzdem bleibt das 1,78 Meter große Kraftpaket bescheiden, wehrt alles überschwängliche Lob ab: „Ich habe gute Mitspieler, die mich in beste Schusspositionen bringen.“

In dieser Spielzeit so gut, dass Matt die Hauptrunde mit 59 Punkten (28 Tore/31 Vorlagen) hinter Straubings Jason Akeson (24/44) und Bietigheims Riley Sheen (40/24) auf Platz drei der Scorer-Liste abschloss.

Seine andauernden Top-Leistungen begründet White auch mit dem Wohlfühlfaktor: „Die Eisbären empfinde ich als sehr gute Organisation, übertroffen wird das nur noch durch die Stadt Berlin.“

White: Vertrag bei den Eisbären verlängert

So ist es eine Win-win-Situation für Klub und Stürmer, dass White seinen Vertrag schon um ein weiteres Jahr verlängert hat. Matt grinst: „Berlin ist einfach wunderbar. Meine Frau sagt fast jeden Tag, dass wir hier wohnen können, macht sie glücklich. Sie sieht meine Vertragsverlängerung deshalb auch als Familienglück an.“

Und auf seine Meinung können sich die Eisbären durchaus was einbilden, denn der in Los Angeles geborene White kennt sich in der Welt des Pucks gut aus.

Eisbär White: Deutschland ist einfach schön

So trieb er zum Beispiel die Scheibe in der AHL bei den Ontario Reign und den Milwaukee Admirals, wechselte 2017 nach Augsburg, blieb dort zwei Jahre und ging dann in die KHL zu Nischnekamsk (Russland) und Dinamo Riga (Lettland).

Richtig froh wurde er in der zweitbesten Liga der Welt nicht. White: „Als vor zwei Jahren das Angebot der Eisbären kam, habe ich mich riesig gefreut. Von meiner Zeit in Augsburg wusste ich, wie schön es in Deutschland ist.“

In Berlin wurde es noch schöner.

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