Nicht gerade die Dauer-Jubler nach Eisbären-Toren: (v. l.) Eric Mik, Nino Kinder und John Ramage feiern 1:0-Schütze Fabian Dietz.  Foto: dpa/Uwe Anspach

Eisbären, das ist ganz, ganz stark! Beim Gipfel beim überragenden Süd-Primus Adler Mannheim gewinnt der Nord-Beste 4:1 (2:0, 1:0, 1:1). Erstmals kassiert Mannheim in dieser Saison zu Hause vier Gegentore. Wow, was für ein Zeichen!

Dieser Sieg beim Erzrivalen tut sooo gut. Fürs Herz, in der Tabelle Platz 1 im Norden ist gesichert), mit Blick auf die Play-offs (ab 20. April) und als Beweis: Wenn es wirklich darauf ankommt, sind die Eisbären da.

Und das alles ohne 20-Tore-Stürmer Pföderl. Der sitzt nach seiner Knieverletzung beim 2:4 am Sonnabend in Schwenningen (Trainer Aubin: „Wir müssen abwarten, was die Ärzte in Berlin sagen.“) auf der Tribüne und sieht mit Freuden, was die Kollegen auf dem Eis da machen.

Umbau nach Pföderl-Aus

Nach Pföderls Aus würfelt Aubin seine Reihen neu. Noebels stürmt mit Boychuk und White, Reichel rutscht in eine Linie mit Foucault und Fiore. Toumie ackert mit Streu und Olver. Und wie! Im Spiel ist kein Bruch zu sehen, trotz der nicht mal 24 Stunden Pause inklusive Busfahrt von Schwenningen nach Mannheim ist der EHC hellwach, spritzig, giftig.

Erster Lohn: Dietz mit dem ersten Saisontor und White mit seinem 17. (beide 10.) sorgen innerhalb von 42 Sekunden für eine 2:0-Führung. Als die Adler im zweiten Abschnitt wilder werden, staubt Toumie eiskalt zum 3:0 (39.) ab.

White bestraft Adler-Übermut

Die Krönung: Als Mannheim-Coach Gross im Powerplay zu Beginn des Schlussabschnitts alles auf eine Karte setzt und auch noch Keeper Endrass für einen sechsten Feldspieler vom Eis nimmt, bestraft White den Übermut mit dem 4:0 fast übers ganze Feld ins leere Tor (45.). Sein dritter Doppelpack der Saison.

Nur das 1:4 durch Plachta (57.) im fünften Adler-Powerplay verhindert den sechsten Shutout für EHC-Goalie Niederberger. Schade.  Fazit von Doppelpacker White: „Das war sehr gut und nah dran an einem perfekten Auswärtsspiel.“