Die Eisbären Mark Zengerle, Jonas Müller, Marcel Noebels und Morgan Ellis feiern das Tor zum 2:2  gegen den ERC Ingolstadt. Foto: City-Press

Was soll man dazu noch sagen? So ist Eishockey oder können es die Eisbären im Shootout nicht? Die EHC-Cracks vergeigten innerhalb von drei Tagen zwei Spiele nach Penaltyschießen. Auf das 2:3 in Düsseldorf folgte ein 2:3 (0:1/0:1/2:0/0:0) vor 4835 Zuschauern gegen Ingolstadt.

Verrückt! Die Statistik spricht eigentlich klar für die Eisbären. 51:26 Torschüsse, 67 Prozent mehr Puckbesitz und zusammengenommen fast 40 Minuten Spiel im Ingolstädter Drittel. Schließlich auch noch 2:0 Führung beim Penaltyschießen. Um die Spannung auf die Spitze zu treiben. Am Ende musste sogar beim Penaltyschießen ein Videobeweis her.

Videobeweis beim Penaltyschießen

Das haben wir noch nie erlebt. Kanadas Olympiaspieler David Warsofsky hatte den Puck an den Pfosten gesetzt, der dann unter den dicken Schonern von Mathias Niederberger verschwand. Warsofsky drehte ab. Pech gehabt! Denkste. Im Video erkannten die Schiris, dass die Scheibe unter den dicken Matratzen in vollem Umfang über die Linie gerutscht war.

Trainer Serge Aubin atmete am Ende kräftig durch: „Wir haben viel geschossen, aber getroffen haben wir leider nicht. Erst im letzten Drittel zogen wir richtig an. Trotzdem bin ich froh über den einen Punkt. Der kann für die Endabrechnung wichtig sein.“

Eisbären-Fahrplan: Zwei Spiele in 24 Stunden

Fürwahr. Als die Eisbären 2005 den ersten von bisher acht Meisterpokalen schwenken durften, beendeten sie die Hauptrunde mit 101 Punkten. Derzeit haben sie bereits 100 Zähler gesammelt. Vielleicht ein gutes Omen.

Zunächst aber starten die Eisbären ihre bayrischen Wochen. Heute in München, morgen in Nürnberg und Sonntag (14 Uhr) zu Hause gegen Straubing. Dazu noch stundenlanges rumhängen im ICE. Da kannst man schnell von der seit Wochen verteidigten Spitze fliegen. Das weiß auch Verteidiger Frank Hördler und mahnt: „Wir müssen von der ersten Minute an konzentriert spielen und unsere Torschüssen besser platzieren, dann können wir auch von unserer Bayernreise was mitbringen.“

Sohn Eric macht es dem Vater Frank vor. Im ersten von drei Finalspielen um die U20-Meisterschaft gegen die Kölner Haie schoss Eric beim 4:3-Sieg zwei Tore.

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