Sieht aus wie Eishockey, fühlt sich auch so an: Die Eisbären Maxim Lapierre (r.) und Jonas Müller bearbeiten Weißwassers Robert Farmer (l.).  Foto:  City-Press/Moritz Eden

Sie sind wieder da. Und die Eisbären machen da weiter, wo sie zum Ende der Hauptrunde 2019/20 und vor dem Corona-Abbruch der DEL-Saison aufgehört hatten: mit einem Sieg. Den davor letzten hatte es - ältere Fans werden sich erinnern - am 8. März mit einem 4:3 gegen Bremerhaven gegeben.    

Angeführt vom neuen Chef Frank Hördler, Nachfolger von Gefühlt-ewig-Kapitän André Rankel (bekam keinen neuen Vertrag), hatte Trainer Serge Aubin bis auf Sean Backman und die fünf Talente der LA Kings seinen kompletten Kader zur Verfügung, also auch Neu-NHLer Lukas Reichel, den die Chicago Blackhawks an Nr. 17 gedraftet hatten. 

Rein ins Spiel vor 948 Zuschauern in Weißwasser. Es dauert nur 116 Sekunden, da kassiert PC Labrie die erste Strafe, muss zwei Minuten wegen Stockschlags raus. Klingt banal, ist aber nach der langen Pause einfach nur herrlich, weil endlich wieder Eishockey  ...

Noch besser: Nino Kinder gelingt in der 12. Minute das erste Tor. Im Powerplay nach Vorarbeit von Tine Braun und Leon Gawanke. Schön zu sehen, dass Coach Aubin alle am Neustart teilhaben lassen will. In Minute 29 macht Stammgoalie Mathias Niederberger absprachegemäß Platz für Tobias Ancicka.

Das 2:0 (36.) gelingt Sebastian Streu nach tollem Pass von Reichel, Stefan Espeland hämmert 29 Sekunden nach Beginn des Schlussabschnitts von der blauen Linie zum 3:0 ein. Mark Olver setzt dann mit dem 4:1 (52.) den Schlusspunkt.

Ach ja: Auch das Ehrentor der Lausitzer Füchse macht ein Eisbär: Thomas Reichel, der mal wieder für den Kooperationspartner stürmt, gewann mit dem zwischenzeitlichen 1:3 (46.) zumindest das internen Familien-Duell mit Bruder Lukas auf 1:0. Mehr davon - und zwar schnell, bitte.