Frank Hördler hat es in seiner 20. Saison bei den Eisbären aktuell schwerer als es ihm lieb ist.
Frank Hördler hat es in seiner 20. Saison bei den Eisbären aktuell schwerer als es ihm lieb ist. Foto: Imago/Maximilian Koch

„Einer trage des anderen Last.“ Dieser einstige DDR-Filmtitel lässt sich auf die Situation der Eisbären vor dem heutigen Spiel (19.30 Uhr) gegen die Pinguine aus Bremerhaven durchaus übertragen. Jedenfalls sieht das EHC-Kapitän Frank Hördler so.

„Es bringt nichts, wenn du mit dem Finger auf deinen Mitspieler zeigst. Wir müssen jetzt alle, alles richtig machen, um wieder Anschluss an die Spitze zu finden.“ Kurz vor seinem 20. Jahr im Eisbärenfell schaute „Fränki“ mit den Berlinern zwar auch in dem einen oder anderem Jahr aus der Ferne den Play-off-Spielen zu. Doch elfmal drang er mit den Eisbären bis ins Finale vor und gewann davon neunmal den Titel. Wahrlich keine schlechte Bilanz.

Der Titel ist für die Eisbären weiter das Saiosnziel

„Der Titel bleibt auch weiter unser Ziel, selbst wenn es im Moment nicht danach aussieht. Wir müssen jetzt von Wechsel zu Wechsel die Situation analysieren, um auch die kleinsten Fehler auszumerzen. Du stellst auf der Bank fest: der Wechsel war gut, also weiter so. Oder der Wechsel war zum Vergessen, dann musst du sofort umschalten.“ Der Kapitän glaubt nach dem scharfen gestrigen Training, den Willen in der Mannschaft zu spüren, dass alle gegen Bremerhaven mit den Ex-Eisbären Maximilian Franzreb, Nino Kinder und Nicholas B. Jensen unbedingt einen Sieg einzufahren gedenken.

Vor seinem heutigen 990. DEL-Spiel will Hördler, keineswegs Frust aufbauen. „Frust ist auf keinen Fall eine Motivation. Natürlich ist kein Profi damit zufrieden, wenn er von seinem Tabellenplatz aus die Rote Laterne leuchten sieht. Aber es bringt auch nichts, wenn du wie wild in die Saison stürzt und am Ende fehlen dir in den Play-offs die Körner. Jetzt ist nach meinen Erfahrungen langsam der richtige Zeitpunkt, um uns wieder in die Play-off-Ränge vorzuarbeiten.“

Ausfälle dürfen keine Ausrede für die Krise der Eisbären sein

Natürlich mussten die Eisbären mit Yannick Veilleux und Leo Pföderl sowie Marco Nowak und Brendan Guhle einige Ausfälle verkraften. „Aber das darf keine Ausrede sein. Unser Kader ist groß genug“, betont Frank Hördler und schaut dann optimistisch nach vorn: „Heute klettern wir in der Tabelle nach oben.“

Moralische Unterstützung erhält der Kapitän von seinem Trainer Serge Aubin: „Wir müssen heute und in den nächsten Spielen immer über die vollen 60 Minuten hart und konzentriert arbeiten, dann stellen sich auch wieder die Erfolge ein. Das Können und die sportlichen Fähigkeiten zum Erreichen der Play-offs bringt die Mannschaft allemal mit.“

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