Parker Tuomie hat im Nationaltrikot einen guten Eindruck hinterlassen. Foto: Imago Images/Eibner

Derzeit ist noch völlig unklar, wann die neue Eishockeysaison starten wird. Was für die Eisbären aber nicht bedeutet, die Beine hochzulegen. Mit Parker Tuomie (24) konnte immerhin ein deutscher Nationalstürmer verpflichtet werden. Der Deutsch-Amerikaner, Sohn des Augsburger Cheftrainers Tray Tuomie, kommt vom Collegeteam der Minnesota State University, wo er seinen Abschluss in Kommunikation gemacht hat.

Bevor er nach Deutschland kam, erlebte er hautnah die Proteste nach dem Tod des Dunkelhäutigen George Floyd. In Minneapolis lebte er rund 15 Minuten vom Stadtzentrum entfernt bei seinem Onkel und seiner Tante. „Da hat man natürlich den Rauch aufsteigen sehen.“

Tuomie ist bei den Bären kein Unbekannter. 2009/10 spielte er für das Schülerbundesliga-Team der Juniors, unter anderen zusammen mit Verteidiger Jonas Müller. „Berlin hat mir schon in meinem ersten Schülerjahr sehr gefallen“, sagt Tuomie. „Die Eisbären haben sich sehr viel Mühe gegeben mich zu scouten, haben frischen Aufwind und ich freue mich sehr auf diese neue Chance.“

Sportdirektor Stéphane Richer freut sich über den neuen Baustein beim Verjüngungsprozess seiner Mannschaft: „Wir waren uns schon lange mit Parker einig, wollten ihm aber noch die Möglichkeit geben zu gucken, ob er eine Chance auf ein NHL-Engagement hat, da es einige Anfragen gab.“