Eisbär Kai Wissmann versucht es gegen Schwenningen mal mit Emotion, aber das ist nur ein Strohfeuer. City-Press/Marco Leipold

Die schöne Serie von wettbewerbsübergreifend sieben gewonnenen Spielen der Eisbären ist futsch. Gerissen mit dem 1:3 gegen Schwenningen. Ausgerechnet gegen den DEL-Letzten. Oder vielleicht eher: na klar, gegen das Schlusslicht.

Das Gewitter hinterher war heftig, aber kurz. Trainer Serge Aubin: „Es gibt keine Ausreden für diese Niederlage. Wir hatten einige ordentliche Momente im Spiel, aber wir waren zu emotionslos. Wir sind während der gesamten Partie nicht in den Tritt gekommen.“ 

Dreimal Frust statt Freude

Dabei hätte es für einige Meister ein unvergesslicher Abend sein können. Kapitän Frank Hördler machte seine 925. DEL-Partie, ist jetzt alleiniger EHC-Rekordler. Kai Wissmann, der Schütze des 1:1 (50.), feierte seinen 25. Geburtstag, Marcel Noebels bestritt das erste Spiel nach der Geburt seines Sohnes ...

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Stellvertretend für alle fasste Wissmann zusammen: „Ich hätte lieber kein Tor geschossen und 3:2 gewonnen.“ Logo, aber zuvor sieben Spiele innerhalb von 19 Tagen hinterließen Spuren. Auch ein Eisbär wird mal müde.

EHC-Coach Aubin verzichtet auf Frische

Und wenn es dann im achten gegen einen krassen Außenseiter geht, kann man sich noch so viel vornehmen: Im Unterbewusstsein läuft ein anderer Film ab. Die Konzentration ist nicht ganz bei 100 Prozent. Hey, ein Schritt weniger wird auch reichen. Ach, komm, irgendwie schaffen wir das schon.

Noebels bestätigte: „Wir sind nicht in Schwung gekommen. Uns fehlten die Intensität und der endgültige Wille. Schwenningen hat clever und defensiv gut gespielt. Aber im Großen und Ganzen haben wir heute zu wenig investiert, um das Spiel zu gewinnen.“

Ausgeruht gegen Bremerhaven

Zudem hielt Aubin an seinem Erfolgskader von zuletzt fest, obwohl er mit Giovanni Fiore und/oder Mark Zengerle zumindest ein wenig Frische hätte bringen können.

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Egal, abgehakt. Weil das Spiel am Sonntag in München wegen Corona bei RB ausfällt, haben die Bären bis zum Heimspiel am Freitag gegen Bremerhaven (19.30 Uhr) Zeit zum Auftanken. Nicht umsonst sagte Coach Aubin auch: „Ich blicke trotzdem optimistisch voraus auf die weitere Saison.“