In der Kabine der Münchner Olympiahalle nahm die Meister-Party der Eisbären noch mal Fahrt auf: Giovanni Fiore jubelt oben ohne, Marcel Noebels mit dem Pokal. Foto: City-Press

Hurra, hurra, die Helden sind wieder da! 5:0 im entscheidenden vierten Finale durch Tore von Matt White (3), Frans Nielsen und Leo Pföderl, die Serie 3:1 gegen Red Bull gewonnen. Nach einer Feiernacht in München bejubeln die Fans ihre Lieblinge bei der Rückkehr nach Berlin. Blaine Byron präsentiert stolz den Pokal.

Deutscher Meister Eisbären Berlin! Titel Nr. 8 aus dem Vorjahr eindrucksvoll verteidigt. Von einer großen Mannschaft. Trainer Serge Aubin nennt sie seine „band of brothers“. Alle haben Sensationelles geleistet, jedem einzelnen gebührt eine Laudatio bei alle neune! Weil das den Rahmen sprengen würde, pickt sich der KURIER stellvertretend mal neun Supermänner raus.

Eisbär Matt White wird zum Feierbiest

Mathias Niederberger (29): 2014/15 Torwart-Lehrling („Petri Vehanen stand vor mir wie eine Wand“), jetzt Hexer, Krake, Puck-Magnet. Drei Shutouts in den Play-offs. Finale 4 war „mit das beste Spiel, das ich je gemacht habe“. Aber auch sein (vorerst?) letztes für die Bären. Nach zwei Jahren und zwei Meistertiteln zieht er weiter nach München.

Matt White (32): Jede Pore Torgefahr, auch wenn er mal nicht trifft. Drei Buden im Titel-Spiel sind die Krone auf 28 in der Hauptrunde. Der Schweiger, der auch anders kann. Auf die Frage, ob er ein Feierbiest sei, grinst „Magic Matt“ breit: „Heute werde ich eines sein.“

Frank Hördler: Herz der Eisbären schlägt weiter

Mister Meister! Kapitän Frank Hördler stemmt zum neunten Mal mit den Eisbären den Pokal. Foto: City-Press

Frans Nielsen (38): Über 1500 Spiele als Profi (949-mal NHL). 2001 Dänen-Meister mit Herning, 2022 Deutscher Meister. Jetzt noch die WM, dann ist Schluss. Mit nur 45 Partien auch in Berlin Legende.

Frank Hördler (37): Der einzige Neunmal-Meister, weitere Worte wären alle zu schwach. Das Herz der Eisbären schlägt weiter: „Na klar will ich auch nächstes Jahr wissen, ob was geht.“ Großes Ziel neben Titel Nr. 10 ist ein Spiel zusammen mit Sohnemann Eric (17), der mit der U20 der Juniors zum DM-Titel stürmte.

Kai Wissmann (25): Diese Saison ist auch sein persönliches Meisterstück, mit dem er sich endgültig in der Kategorie Top-Verteidiger der Liga etabliert hat.

Eisbären-Trainer Serge Aubin hat zwei Titel

Marcel Noebels (30)/Leo Pföderl (28): Jeder für sich Extra-Klasse, zusammen unschlagbar. Einer spürt, wo auf dem Eis der andere gerade ist, was er denkt und vorhat. Klingt verkitscht, bedeutet aber ganz oft Klitsch-klatsch-Tor für den Gegner.

Eric Mik (22): Für manche vor der Saison ein Quoten-Jungdeutscher, für die Eisbären die Allzweckwaffe. Ob als Verteidiger (gelernt) oder Stürmer in allen Spielen (55 Hauptrunde, 12 Play-offs) „Mr. Zuverlässig “.

Serge Aubin (47): Nicht umsonst schon vor den Play-offs zum „Trainer des Jahres“ gewählt. Schaffte das Kunststück, den amtierenden Meister noch stärker zu machen. Geht für seine Jungs durch dick und dünn – und die für ihn.

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