Serge Aubin macht seine Kufencracks heiß: Es geht wieder los.  Foto: imago images/Thomas Frey

Donnerstag (19.30 Uhr) machen Köln und Düsseldorf den Anfang, am Freitag sind dann auch die Eisbären gegen Bremerhaven dran (19.30 Uhr, MB-Arena). Vorhang auf zur wohl außergewöhnlichsten DEL-Saison aller Zeiten.

Für die Eisbären war die Vorbereitung schon ziemlich verrückt. Erst war da im Sommer die Ungewissheit, ob es überhaupt weitergeht. Dann wurde der Saisonstart zweimal verschoben. Zuletzt war das komplette EHC-Team auch noch in Quarantäne, weil einige Spieler positiv auf Corona getestet wurden.

Abgänge aus heiterem Himmel

Und als dann alle nur noch auf den Saisonstart lauerten, gings beim Personal noch mal so richtig rund. Leitwolf Maxim Lapierre (35) beendete aus heiterem Himmel seine Karriere, mit Tine Braun (32/Ausleihe nach Krefeld) verabschiedete sich noch mal viel Erfahrung, die das junge Team so nötig hat.

Und weil es in den Testspielen und ganz speziell im Magenta-Cup (vier Spiele, vier Pleiten) im Angriff richtig klemmte, wurden schnell noch die Stürmer Kris Foucault (30), Giovanni Fiore (24) und Matt White (31) verpflichtet. Mal sehen, wie (und vor allem bis wann) Trainer Serge Aubin (45) aus diesem ganzen Kuddelmuddel eine schlagkräftige Mannschaft formen kann.

Es gibt keinen klaren Favoriten

Serge Aubin

Kein Wunder also, dass Aubin mit einer Prognose für die neue Spielzeit vorsichtig ist. Der Kanadier: „In diesem Jahr ist es extrem schwierig, einen klaren Favoriten auf den Meistertitel zu benennen. Die letzten Wochen und Monate haben gezeigt, dass sich die Situation bei jedem Klub von heute auf morgen ändern kann. In dieser Saison ist wirklich alles möglich.“

EHC-Boss Peter John Lee (64) geht mit der Situation pragmatisch um: „Ich denke, dass die ganze Saison eine Herausforderung wird. Die Probleme, die wir hatten, sind mir zum frühen Zeitpunkt lieber als mitten in der Saison.“