Eisbär Zach Boychuk (r.) und Iserlohns Casey Bailey hypnotisieren den Puck ... Foto:  Michael Hundt

5:2 gegen die Iserlohn Roosters, die Eisbären sind nach der kleinen Ergebnis-Delle zurück in der Erfolgsspur und thronen in der Nord-Gruppe der DEL einsam und allein an der Spitze. Dass das so ist, daran hat einer großen Anteil: Zach Boychuk (31).

Der Kanadier war beim Sieg gegen die zähen Broiler aus dem Sauerland der entscheidende Mann: Mit seinem 2:1 (27.), als er bei einem Solo eiskalt blieb, stellte er die Weiche auf Erfolg. Und mit dem 5:2 ins leere Tor (58.) nahm er Iserlohn den letzten Mut.

Boychuk (1,78 m/84 Kilo) ist Power pur und wird für die Bären immer wertvoller. Drei Spiele brauchte das erst Mitte Januar verpflichtete Energiebündel nach der obligatorischen Corona-Quarantäne zum Reinschnuppern, seitdem macht es klick, klick, klick.

Volles Vertrauen vom Trainer

13 Spiele, 9 Tore. Zum Vergleich: Die nach dem Wochenende besten Schützen der Liga, EHC-Kollege Leo Pföderl und Münchens Trevor Parkes, brauchten für ihre 15 Buden je 22 Partien.

Bei der Schuss-Effizienz lässt Boychuk („Ich mag es schnell zu spielen, meinen Mitspieler ins Spiel und viele Schüsse aufs Tor zu bringen.“) mit 26,47 Prozent die beiden hinter sich.

Seinen Trainer hat Zunder-Zach im Eiltempo überzeugt. Serge Aubin (46) vertraut ihm auch in den Special Teams, schickt ihn bei Strafzeiten für den Gegner in der ersten Powerplay-Formation zusammen mit Marcel Noebels, Lukas Reichel und Pföderl aufs Eis.

Nachlegen in Köln

Mit Boychuks dort bisher fünf Toren mauserte sich das langjährige EHC-Sorgenkind Überzahlspiel zum drittbesten der gesamten Liga. Auch in Unterzahl darf der Center ran.

Am Mittwoch in Köln (18.30 Uhr) wird das wieder so sein. Was Boychuk nach dem ersten Gastspiel bei den Haien (6:1) sagte, gilt weiter: „Wir müssen das Momentum aufrechterhalten und uns, auch mit Blick auf die Play-offs, an der Tabellenspitze festsetzen.“