Doppelpacker Giovanni Fiore (l.) wird nach seinem Siegtor fast von Brendan Guhle erdrückt.
Doppelpacker Giovanni Fiore (l.) wird nach seinem Siegtor fast von Brendan Guhle erdrückt. Foto: City-Press/Marco Leipold

Puh, schon wieder keine volle Punktausbeute für die Eisbären. Gegen die ebenfalls kriselnden Fischtown Pinguins aus Bremerhaven reicht es nur zum 3:2  (1:0, 1:1, 0:1/1:0) nach Verlängerung. Zwei Zähler sind zu wenig, um aus dem Tabellenkeller rauszukommen. Vom Einzug in die Play-offs gar nicht zu reden. In der MB-Arena sind diesmal 9197 Zuschauer. Am Sonntag kommt Ingolstadt (14.00 Uhr) in den Eis-Tempel am Ostbahnhof. Mal schauen, ob es mit der Besucherzahl da weiter bergab geht.

Den letzten vollen Erfolg hatte es für den neunmaligen DEL-Titelträger am 4. November gegeben - 4:3 gegen Bremerhaven. Ein gutes Omen?

Trainer Serge Aubin verzichtet im 999. DEL-Spiel von Kapitän Frank Hördler zum wiederholten Mal freiwillig auf Ex-NHL-Profi Peter Regin, neben dem Dänen sitzt diesmal auch Frank Mauer nur auf der Tribüne.

Dafür zum ersten Mal dabei: Lewis Zerter-Gossage (27). Den Deutsch-Kanadier buddelte EHC-Sportchef Stephané Richer Mitte Oktober in der unterklassigen East Coast Hockey League (ECHL) aus. Ein deutscher Pass dank des Papas war ein prima Argument bei der Verpflichtung.    

Viel Eiszeit für Debütant Lewis Zerter-Gossage

Weil der Stürmer, der 2020/21 elfmal für das Oberliga-Team der Blue Devils Weiden zum Einsatz kam, eine längere Pause hinter sich hatte, wurde er erst mal in Weißwasser geparkt. Beim Kooperationspartner hatte Zerter-Gossage einen vielversprechenden Einstand, verletzte sich dann aber. Nun ist er fit - und in der DEL dabei.

Seine Debüt-Daten: Aubin stellt ihn als Center zu Matt White und Leo Pföderl in die dritte Reihe, gibt ihm 11:19 Minuten Eiszeit, auch im Powerplay ist er dabei. 

Eisbären kassieren Ausgleich in Überzahl

Nur: Auch mit Zerter-Gossage geht's beim Meister nicht voran. Auffällig aber: Die Eisbären kommen in der Defensive früher in die Zweikämpfe, sind am Mann aggressiver. Das führt sofort zu einem optischen Übergewicht.

Als dann auch noch Giovanni Fiore im Powerplay 4,8 Sekunden vor Ende des ersten Drittels die Führung besorgt und Morgan Ellis mit seinem ersten Saisontor (oder ist Kevin Clark am Schuss noch dran?) auf 2:0 stellt (25.), gibt es Hoffnung, dass die Eisbären endlich, endlich auf dem richtigen Weg sind. 

Von wegen! Das 2:1 durch Skyler McKenzie (31.)  sorgt sofort wieder für Unsicherheit. Das 2:2, das Alex Friesen in Unterzahl (!) erzielt und dabei dem starken Tobias Ancicka im EHC-Tor keine Chance lässt, tut sein Übriges.  

Die EHC-Tormaschine stottert weiter

Aber alles wäre kein Problem, würde es mit dem Toreschießen klappen. Etliche Hochkaräter werden vergeben, insgesamt 37 (!) Schüsse sind zu ungenau oder nicht richtig vorbereitet, werden so Beute von Ex-EHC-Goalie Maxi Franzreb. Die einstige Tormaschine der Liga stottert und stottert und stottert.

So geht's in die Overtime: Da dauert es 54 Sekunden, ehe Fiore mit einem sauberen Rückhand-Schlenzer wenigsten zwei Punkte sichert. Die reichen immerhin, um den direkten Abstiegsplatz 14 zu verlassen. Um einen Rang geht's hoch.

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