Eisbär Leon Hungerecker macht sein erstes Spiel in der DEL, hält im Penaltyschießen alle drei Versuche der Bietigheim Steelers. Foto: Imago/Eibner

Keine Zeit zum Luftholen! Nach dem 5:4 nach Penaltys bei Aufsteiger Bietigheim flogen die Eisbären am Samstag aus Schwaben zurück nach Berlin, am Sonntag geht es gegen Nürnberg schon weiter (19 Uhr, MB-Arena).

Da wird Leon Hungerecker wohl wieder Mathias Niederberger den Vortritt lassen müssen. Trotzdem wird der Goalie zufrieden von der Bank aus zuschauen. Denn seit Freitag weiß er: Ich kann’s.

Hungerecker hat Instinkt

In Bietigheim feierte der 23-Jährige seine DEL-Premiere und hob sich das Beste bis ganz zum Schluss auf. Im Penaltyschießen fischte er alle drei Versuche der Steelers weg, als hätte er nie was anderes gemacht. Leon: „Da habe ich mich auf meinen Instinkt verlassen.“

Trainer Serge Aubin sah großzügig über kleinere Nervositätspatzer hinweg und verteilte lieber Lob: „Leon Hungerecker hat ein super DEL-Debüt gefeiert. Ich freue mich für ihn.“

Ärger wegen Distanzschuss

Hungerecker – eigentlich die Nr.3 beim Meister, aber eins aufgerückt, weil Tobi Ancicka bei Kooperationspartner Weißwasser Spielpraxis sammelt – sah seine Leistung kritischer als sein Coach. Ehrlich gab er zu: „Den Gegentreffer zum 3:3 muss ich halten, dieses Tor nehme ich auf meine Kappe. Da habe ich das Team hängen lassen.“

Beim Distanzschuss von Riley Sheen hatte er freie Sicht.

Unterm Strich bleiben der Sieg, 33 abgewehrte Schüsse und die Gewissheit, dass sich der EHC auch auf Goalie Nr.3 verlassen kann.