Die Leistung in Nürnberg ist für Eisbären-Torwart Tobias Ancicka wie ein großer Schluck aus der Selbstbewusstseinspulle.
Die Leistung in Nürnberg ist für Eisbären-Torwart Tobias Ancicka wie ein großer Schluck aus der Selbstbewusstseinspulle. City-Press/Mathias Renner

2:0-Sieg in Nürnberg, die Eisbären können also doch auswärts noch gewinnen. Im 20. Versuch in dieser Saison war es erst der sechste Erfolg (fünfmal regulär, einmal nach Penaltys) und der erste Dreier nach zuvor fünf Pleiten am Stück auf fremdem Eis.

Leo Pföderl (25.) und Yannick Veilleux (40.) trafen, Mann des Tages war aber Torwart Tobias Ancicka (21) mit 27 Paraden (besonders beim Drei-gegen-fünf Mitte des zweiten Drittels). Da schwärmte auch Trainer Serge Aubin (47): „Tobias hat herausragend gehalten.“

Eisbär Tobias Ancicka: Erster Shutout der Saison

Vielleicht half ja die familiäre Unterstützung durch Ancickas Zwillingsschwester Caroline, Spielerin und lizenzierte Trainerin an der Tennisschule Petratschek, die extra mit ihrem Freund aus Regensburg zum Daumendrücken angereist war.

Ancicka freute sich über den Besuch, blieb nach seinem ersten Zu-null-Spiel der Saison wie immer bescheiden: „Ich freue mich über den Shutout und bedanke mich auch bei meinen Mitspielern. Sie haben mich super unterstützt.“

Diesbezüglich war sich Tobi einig mit Vater Martin Ancicka (48). Der ehemalige DEL- (Mannheim, Nürnberg) und Nationalverteidiger (48-mal) ist auch Manager seines Sohnes und spricht Klartext: „Tobias war gut, aber ich bin sauer, wenn heute über ihn wie bei einer Hochzeit und am anderen Tag wie bei einer Beerdigung geschrieben wird.“

Martin Ancicka (M.), Vater und Manager von Torwart Tobias Ancicka, stand 2019 gemeinsam mit Jochen Hecht (l.) und Derek Mayer fürs Allstar-Team der Eisbären im Benefizspiel gegen eine Gazprom-Auswahl in Berlin auf dem Eis. 
Martin Ancicka (M.), Vater und Manager von Torwart Tobias Ancicka, stand 2019 gemeinsam mit Jochen Hecht (l.) und Derek Mayer fürs Allstar-Team der Eisbären im Benefizspiel gegen eine Gazprom-Auswahl in Berlin auf dem Eis.  City-Press/Jan-Philipp Burmann

Martin ist überzeugt: „Der Junge ist fleißig, wird seinen Weg gehen. Wenn er mit 21 so halten würde wie Mathias Niederberger bei den Finalspielen im Frühjahr, wäre er nicht mehr in der DEL.“

Eisbär Marcel Noebels hofft noch auf Pre-Play-offs

Jetzt gilt’s für Ancicka & Co, den Schwung von Nürnberg für das Spiel am Freitag gegen die Augsburger Panther (19.30 Uhr, MB-Arena) mitzunehmen.

Stürmer Marcel Noebels (30): „Ein Sieg wäre ein großer Schritt gegen den Abstieg. Danach sehen wir weiter.“ Natürlich hofft Noebels noch auf die Pre-Play-offs, denn immerhin können in der Hauptrunde noch 51 Punkte ergattert werden.

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