Eisbär Jonas Müller zieht in Augsburg keinen Zentimeter zurück, das bekommt auch Adam Johnson zu spüren.
Eisbär Jonas Müller zieht in Augsburg keinen Zentimeter zurück, das bekommt auch Adam Johnson zu spüren. Imago/Fotostand

Die Eisbären können also doch noch nach 60 Minuten gewinnen. Im Keller-Duell in Augsburg sorgten Kevin Clark, Matt White und Zach Boychuk für die Tore beim knappen 3:2-Erfolg. Kollektives Aufatmen, kurz durchpusten, dann muss es weitergehen. Eine Eintagsfliege macht noch keine Rettung.

Auch Trainer Serge Aubin war erleichtert, aber er weiß natürlich ganz genau, dass der Sieg kein Anlass für Ausgelassenheit ist. Der Coach: „Wir nehmen die drei Punkte mit und werden jetzt hoffentlich mindestens 15 Minuten lang lächeln. Das letzte Mal ist schließlich schon eine Weile her ...“

Bis Weihnachten stehen noch zwei Spiele an, in denen der dauerkriselnde Meister weiter punkten muss, um aus dem DEL-Keller rauszukommen. Und da wartet morgen in Wolfsburg (19.30 Uhr) alles andere als eine leichte Aufgabe.

EHC-Trainer Serge Aubin hofft auf „Passagiere“

Gerade die Grizzlys zeigten den Eisbären schon oft die Krallen und haben im Kampf um die direkte Qualifikation fürs Viertelfinale nichts zu verschenken. Aubin hofft deshalb, „dass die Eisbären das Kämpferherz von Augsburg auch auf das Eis von Wolfsburg mitnehmen“.

Nach der 2:4-Niederlage am Freitag gegen Schwenningen hatte der Kanadier nämlich geklagt: „Wir haben zu viele Passagiere in der Mannschaft.“ Nun werden sich diese „Passagiere“ wohl nicht über Nacht zu Leistungsträgern, aber wenigstens kämpfen – das können alle.

Aubins Einschätzung wird auch beim Blick auf die Torschützenliste bestätigt. Wenn White (neun Buden), Boychuk (zehn) und Clark (14) nicht treffen, dann helfen noch Giovanni Fiore (elf) und Marcel Noebels (zehn) – dann ist Pumpe.

Eisbären: Marcel Noebels gibt die Parole aus

Wolfsburg könnte aber andererseits auch ein Wegweiser in Richtung Play-offs sein. Die Grizzlys stehen als Tabellensechster auf dem letzten direkten Play-off-Platz und haben aktuell 15 Punkte mehr als der EHC auf dem Konto.

Doch Zahlen sind auch nur Schall und Rauch, wenn die Eisbären ihren Kampfeswillen von Sonntagabend am Mittwoch mit nach Wolfsburg nehmen und auch am Freitag gegen Bietigheim (19.30 Uhr, MB-Arena) zeigen.

Dafür gibt Marcel Noebels die Parole aus: „Wir müssen zusammenhalten, Fehler möglichst vermeiden und kämpfen, dann holen wir auch Punkte.“ Kein Einspruch ...

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