Hoch die Hand: Leo Pföderl jubelt, seine Tore tun den Eisbären Berlin so richtig gut.
Hoch die Hand: Leo Pföderl jubelt, seine Tore tun den Eisbären Berlin so richtig gut. City-Press/Mathias Renner

Die Eisbären sind nach dem 6:4 gegen Wolfsburg endlich da angekommen, wo sie vom Selbstverständnis immer hingehören: ganz oben. Zumindest in der Form-Tabelle (letzte fünf Spiele) sind sie mit elf von maximal 15 Punkten aktuell das Top-Team der DEL. Euphorie wäre allerdings trotzdem ein schlechter Ratgeber.

Denn die Realität sieht noch ganz und gar nicht rosig aus. Der EHC dümpelt weiter auf Rang 13 rum, bis zum ersten Pre-Play-off-Platz (Rang 10) fehlen noch sieben Punkte. Drei davon sollen am Mittwoch aufs Konto wandern, wenn mit Straubing der Tabellenvierte kommt (19.30 Uhr, MB-Arena).

Eisbären-Torjäger Leo Pföderl: „Bin wieder voll fit“

Leo Pföderl (29) glaubt felsenfest daran, dass das gelingen kann: „Bei uns ist die Leichtigkeit zurück, dadurch haben wir auch Selbstvertrauen gewonnen. Das gibt uns den Schwung, um auch gegen Straubing wieder anzugreifen.“ Mit einem Pföderl, der auf dem Weg zur Bestform ist.

Leo traf nicht nur gegen Wolfsburg doppelt, er hat offensichtlich auch den Tor-Motor wieder angeworfen. In den letzten zehn Dritteln erzielte er vier Tore – so viele wie in seinen zuvor 30 Spielen. Den Saisonstart hatte er ja verletzt verpasst. Der Tölzer freut sich: „Ich habe meine Fußverletzung der vergangenen Saison auskuriert und bin jetzt wieder voll fit.“

Das sah man nicht nur gegen Wolfsburg. Sein Tor zum zwischenzeitlichen 4:2 war nicht nur fürs Spiel eminent wichtig, es hat auch Folgen. Es war sein insgesamt 200. Treffer in der deutschen Elite-Liga, darauf muss Pföderl wohl einen ausgeben. Abheben ist deswegen aber nicht angesagt: „Das ist eine schöne Hausnummer, mehr aber nicht.“

Eisbären müssen von der Kühlbox wegbleiben

Gegen Straubing will Pföderl mit seinen Eisbären den Tigers auf die Zähne fühlen. Und da braucht es einen kühlen Kopf. Denn in der Sünder-Statistik werden die Eisbären mit 429 Strafminuten nur von Köln (474) übertroffen. Die häufige Verweildauer in der Kühlbox wegen oft läppischen Vergehen ist auch ein Grund für 25 Klatschen in der bisherigen Hauptrunde.

Die Eisbären wissen also, was am Mittwoch gegen die Straubing Tigers und am Freitag gegen die Kölner Haie (19.30 Uhr, MB-Arena) die Stunde geschlagen hat.

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