Die Eisbären um Marcel Noebels (2.v.r.) können nur zwischendurch mal jubeln, am Ende freut sich wieder mal nur der Gegner.
Die Eisbären um Marcel Noebels (2.v.r.) können nur zwischendurch mal jubeln, am Ende freut sich wieder mal nur der Gegner. Imago/kolbert-press

Das alte Jahr endet für die Eisbären so wie die letzten Monate gelaufen sind: enttäuschend! 3:4 (2:1, 1:1 0:1/0:1) nach Penaltyschießen bei den Straubing Tigers. Die Auswärts-Trilogie mit drei Spielen in fünf Tagen und 2784 Kilometern im Flieger und Bus quer durch die Republik - unterm Strich der Plackerei steht ein mickriges Pünktchen. Puh!

Das Beste am Abend ist, dass mit Augsburg (1:5 in Ingolstadt) und Bietigheim (1:4 in Mannheim) die direkte Abstiegskonkurrenz mit komplett leeren Händen dasteht. So kann sogar als Verlierer zu einem kleinen Gewinner werden ...

Zurück zum Finale des Reise-Wahnsinns. Beim 2:4 zum Auftakt am Montag in Ingolstadt scheitern die Eisbären an zwei schnellen Gegentoren zwischen der 53. und 55. Minute. Beim 1:2 am Mittwoch in Bremerhaven an einem Powerplay-Tor zu Ende des zweiten Abschnitts. Und am Freitag in Straubing? Tja ...  

Marcel Noebels mit einem Tor wie zu Meister-Zeiten

Beim heimstärksten Team der Liga (jetzt 14 Siege, vier Pleiten, davon nur zwei in 60 Minuten) stirbt der Meister irgendwie den Sekundentod. 

Yannick Veilleux stochert den Puck zum 1:0 in die Maschen (14.). Aber nur 34 Sekunden später steht es durch Travis Turnbull 1:1, hier sieht der ansonsten starke Juho Markkanen (am Ende 29 Paraden) im EHC-Tor nicht so glücklich aus.

Immerhin lassen sich die Eisbären davon nicht beirren und antworten mit einem Spielzug wie zu Meister-Zeiten. Marcel Noebels spielt den Puck zu Kevin Clark, der rüber zu Zach Boychuk, der direkt zurück in die Mitte, wo der durchgelaufenen Noebels keine Mühe mit dem 2:1 (15.) hat. Da sind wieder nur 32 Sekunden von der Uhr getickt.  

Eisbären jubeln wieder zu lange ...

Noebels freut sich zur ersten Pause: „Eine Führung auswärts tut immer gut.“ Noch besser ist natürlich eine Zwei-Tore-Führung. Und die gelingt tatsächlich mal, als diesmal Noebels passt und Clark ganz cool vollendet (38.). Doch dann wieder dieser Jubel-Schlaf. Jason Akeson macht den 3:2-Anschluss nur 41 Sekunden später.  Ojé.  

Der Schlussabschnitt ist Straubings Schoko-Drittel (ligaweit Platz zwei), so kommt das 3:3 durch Joshua Samanski (46.) nicht mal überraschend. Erstaunlich ist eher, dass die Bären nicht mehr zulassen und sich einen Punkt sichern.   

Pech in der Overtime, kein Glück bei Penaltys

Die Overtime bleibt dann torlos, weil Boychuk 44 Sekunden vorm Ende der zusätzlichen fünf Minuten nur den Pfosten trifft. Im Penaltyschießen scheitern dann Giovanni Fiore, Matt White und Noebels, für die Tigers trifft JC Lipon - das reicht.

Das neue Jahr beginnt für die Eisbären dann gleich mit einem echten Knaller. Am Montag kommt DEL-Primus München in die MB-Arena (19.30 Uhr).

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