Der Genickbrecher Anfang Dezember in Frankfurt: Eisbären-Goalie Tobi Ancicka kassiert zwölf Sekunden vorm Ende das Tor zum 1:1.
Der Genickbrecher Anfang Dezember in Frankfurt: Eisbären-Goalie Tobi Ancicka kassiert zwölf Sekunden vorm Ende das Tor zum 1:1. Foto: Imgao/Eibner

Das gab es zuletzt während des Deutschland-Cups Mitte November: einen Sonntag ohne Eisbären (zwischen Weihnachten und Silvester mit Partien alle zwei, drei Tage klammern wir mal aus). Also nutzte Trainer Serge Aubin die seltene Chance und gab seinen Jungs nach dem glücklichen 4:3 n.V. am Freitag gegen Augsburg zwei Tage frei.

Ab Montag wird wieder rangeklotzt, gilt der volle Fokus dem Spiel am Donnerstag in Frankfurt (19.30 Uhr). Zweimal kreuzten Meister und Aufsteiger in dieser Saison bisher die Kellen, zweimal hatten die Eisbären hinterher den Kopf voll. Die Löwen waren in dieser so verkorksten Saison bisher für die Eisbären immer ein Krisen-Macher. Und diesmal?

Das erste Aufeinandertreffen gibt es am 29. September in Berlin. Am 3. Spieltag will sich der Meister nach zwei Pleiten zum Auftakt so richtig in die Saison schießen. Nach 40 Minuten steht es 4:0, alles ist im Lot.

Eisbären fressen Ausgleich 15 Sekunden vorm Ende

Dann kommt das Schlussdrittel mit zwei Gegentoren 67 bzw. 15 Sekunden vor Ablauf der regulären Spielzeit. 4:4 nach 4:0. Julian Melchiori rettet dann in der Overtime wenigstens noch den Sieg. Es ist ein Knackpunkt, seit damals kriegt der EHC kaum noch 60 Minuten konstant gutes Eishockey hin. Der Hauptgrund für Platz 13. Auch das erste Duell in Frankfurt Anfang Dezember ist ein Genickbrecher.

Eisbären fressen Ausgleich zwölf Sekunden vorm Ende

Die Eisbären bräuchten dringend wieder einen Drei-Punkte-Sieg, führen 1:0, fressen das 1:1 zwölf (!) Sekunden vor Spielende und in der Overtime dann schnell das 1:2. Torwart Tobi Ancicka zerhackt vor Wut seinen Schläger. Spätestens jetzt ist in den Bärenköpfen drin: Es ist schwer für uns, einen Vorsprung über die Zeit zu bringen. Das Problem zieht sich bis heute.

Folgt Donnerstag der nächsten Rückschlag? Dann geht es bis zum Ende knallhart gegen den Abstieg. Andersrum kann ein Erfolg beim Krisen-Macher die Aufholjagd in Richtung Platz 10 und Pre-Play-offs noch mal so richtig befeuern.

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