Da macht er dicke Backen: Auch Eisbär Leo Pföderl ist nach seiner schweren Verletzung vom Saisonanfang meilenweit von seiner eigentlichen Torgefährlichkeit entfernt. 
Da macht er dicke Backen: Auch Eisbär Leo Pföderl ist nach seiner schweren Verletzung vom Saisonanfang meilenweit von seiner eigentlichen Torgefährlichkeit entfernt.  Imago/Eibner

Die Eisbären leiden weiter, „weil uns Leidenschaft und Einsatzbereitschaft fehlt“, klagte Trainer Serge Aubin nach dem 2:4 (1:2, 1:2, 0:0) vor 9632 Zuschauern bei der DEG. Nächste Chance, es besser zu machen, gibt es am Sonntag  bei den Nürnberg Ice Tigers (15.15 Uhr/Servus TV).

Die Eisbären gingen in Düsseldorf durch Marcel Noebels (8.) in Führung, aber mehr als das 2:4 durch Matt White (40.) glückte nicht. Vom Power-Eishockey wie über weite Strecken beim 3:2-Sieg gegen Köln war nichts zu sehen.

Nur Eisbär Marco Nowak stand kurz im Licht

Besonders im zweiten Drittel führte der EHC ein bisweilen ziemlich hilfloses Gestocher vor. Da war von Meisterglanz wirklich nichts zu erkennen. Einzig Verteidiger Marco Nowak stand kurz im Licht, als ihm vorm Spiel mit einem Erinnerungspokal für elf Jahre DEG gedankt wurde.

In Düsseldorf kassierten die Eisbären bereits die 25. Schlappe der Saison. Sozusagen ein Klatschen-Jubiläum. Eine ähnliche Schmach gab es zuletzt 1996.

Wie leicht Alexander Ehl (13.) und Daniel Fischbuch (18.) mit ihren Toren die EHC-Führung umwandeln konnten, lässt um den weiteren Verlauf der Saison fürchten. Aber wer weiß: Vielleicht überraschen die Eisbären in Nürnberg ja mal wieder positiv. Das würde zur Achterbahn-Saison passen.

Verteidiger Julian Melchiori fordert vollen Fokus

Wie bravourös sie bei gutem Willen die Scheibenkunst beherrschen, führten sie nicht nur 30 Minuten gegen Köln, sondern auch ein Drittel lang beim 2:3 gegen München vor.

„In Straubing spielten wir sogar das beste erste Drittel seit zwei Jahren“, behauptet Trainer Aubin. Doch was nützt das, wenn die Punkte am Ende der Gegner kassiert. Ein Spiel dauert nun mal 60 Minuten.

Hoffentlich setzen die Bären in Nürnberg die Forderung von Verteidiger Julian Melchiori um: „Wir müssen endlich über die volle Spielzeit fokussiert sein.“ Na dann, schaun wir mal ... 

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