In den zwei Heimspielen hatten die Eisbären gegen die Pinguins mit zwei Siegen (4:3, 3:2 n.V.) immer was zu feiern. Geht auch was in Bremerhaven?
In den zwei Heimspielen hatten die Eisbären gegen die Pinguins mit zwei Siegen (4:3, 3:2 n.V.) immer was zu feiern. Geht auch was in Bremerhaven? City-Press/Marco Leipold

Das ist wie im richtigen Leben: Wenn’s ohnehin schon nicht so läuft, kommt meist noch dick was obendrauf. Die dauerkriselnden Eisbären haben gerade alle Hände voll damit zu tun, die für den Klassenerhalt nötigen Punkte zusammenzusammeln. Und ausgerechnet jetzt müssen sie für jeden Zähler auch noch jede Menge Kilometer abreißen.

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Der EHC ist mitten in einer Auswärtstrilogie. Nach dem 2:4 am Montag in Ingolstadt geht’s Mittwoch in Bremerhaven und Freitag in Straubing rund (beide 19.30 Uhr). Ohnehin schon schwere Aufgaben. Schnappt man sich dazu aber noch die Deutschlandkarte, kann man erst halbwegs erahnen, wie hart das Programm wirklich ist.

Maximal sechs Punkte sind für die Eisbären noch drin

Ziehen Sie doch mit dem Finger mal die Route nach: Am Montag Flug von Berlin nach München (505 km), mit dem Bus nach Ingolstadt (70 km) und zurück (70 km). Von München am Dienstag mit dem Flieger nach Hamburg (612 km), weiter mit dem Bus nach Bremerhaven (95 km) und zurück (95 km).

Am Donnerstag mit dem Flieger wieder nach München (612 km), rein in den Bus nach Straubing (110 km) und mit ihm dann wieder zurück nach München (110 km), wo Silvester der Rückflug nach Berlin (505 km) ansteht.

Macht zusammen in sechs Tagen schlappe 2784 Kilometer „on the road“. Neun Punkte waren dafür mal als Lohn im Topf, jetzt können es maximal sechs werden ...

Eisbären-Betreuer trifft es noch härter

Übrigens: Noch härter trifft es Dirk Perschau und Olli Lange. Die Betreuer kutschieren das Material im Transporter kreuz und quer durch die Republik, errechneten für sich 2992 km zwischen den Feiertagen. Der blanke Wahnsinn.

Trainer Serge Aubin sagt zwar: „Das Reisen ist kein Problem. Das ist unser Geschäft.“ Doch spurlos geht so eine Tor-Tour an keinem vorbei. Trotzdem sagt Marcel Noebels tapfer: „Auf uns warten zwei wichtige Auswärtsspiele in Bremerhaven und Straubing, die wir unbedingt gewinnen wollen.“

Zur Belohnung kommt dann München ...

Nur wie? 50 Minuten auf Augenhöhe wie bei den Panthern reichen da nicht. Bremerhaven hat sich aus der Leistungsdelle rausgearbeitet, ist fünf Spiele unbesiegt und gewann dabei in München (4:2), putzte zu Hause Ingolstadt (4:1) und zuletzt Mannheim (3:1). In Straubing ist es sowieso immer hart.

Lichtblick: Nach dem ganzen Gehetze durchs Land gibt es zum Start ins neue Jahr endlich wieder ein Heimspiel. Nicht irgendeines – DEL-Primus München gibt sich am 2. Januar in der MB-Arena (19.30 Uhr) die Ehre ...

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