Serge Aubin hat am Sonntag in Mannheim ein gutes Händchen bei der Aufstellung der Reihen bewiesen. Foto: dpa

Der Schock sitzt tief. Auch am Tag nach der bitteren Diagnose für Knipser Leo Pföderl (20 Tore, 17 Assists), der mit einer Teilruptur des Innenbandes im rechten Knie für den Rest der Saison ausfällt, ist die Stimmung bei den Eisbären gedämpft.

Sportdirektor Stéphane Richer sagt, was alle denken: „Wenn du einen solchen Topspieler vor den Play-offs verlierst, dann ist das hart. Wir müssen das jetzt als Mannschaft auffangen.“

PC Labrie steht kurz vor dem Comeback

Angefangen mit dem Heimspiel am Mittwoch gegen Nürnberg (18.30 Uhr, Magentasport) hat Cheftrainer Serge Aubin nur noch drei Spiele Zeit, um die Angriffsreihen neu zu sortieren und die richtige Zusammenstellung zu finden. Beim 4:1 in Mannheim, als Pföderl bereits fehlte, hatte der Kanadier ein gutes Händchen. Da stellte er nicht einfach einen anderen Stürmer an die Seite von Pföderls bisherigen Kollegen Marcel Noebels und Lukas Reichel. Nein, er bildete um die beiden zwei neue Formationen, ließ Noebels mit Zach Boychuk und Matt White sowie Reichel mit Kris Foucault und Giovanni Fiore ran. Der Plan ging voll auf.

Jetzt bekommt Aubin wohl noch eine zusätzliche Option. PC Labrie, der sein Comeback nach Leistenbeschwerden schon in München geben sollte, aber ein Rückschlag erlitt, kehrt wohl zurück aufs Eis und würde der Mannschaft mehr Tiefe geben. Mark Zengerle (Fuß) hingegen wird wohl frühestens ab dem Halbfinale bereitstehen.

Und obwohl die Eisbären als Nord-Gruppensieger feststehen und sich für die Champions League qualifiziert haben, ist nicht daran zu denken, Kräfte zu sparen. Richer: „Du kannst dich so kurz vor der entscheidenden Saisonphase nicht schonen.“ Zumal die Play-offs diesmal als „best of three“ gespielt werden. Da kann jeder Fehler böse Folgen haben. Richer: „Ich denke, dass wir einige Überraschungen erleben können.“