Das Leben wär so leer ohne Bär ... Und erst recht ohne Eisbären beim Jubeln nach Toren gegen Wolfsburg. Foto: Michael Hundt

Die Spannung steigt! Nach dem 2:3 n. V. im ersten DEL-Finale müssen die Eisbären am Mittwoch in Wolfsburg (19.30 Uhr) gewinnen, sonst ist die Saison vorbei. Das ist Ansporn genug! Aber es gibt mindestens acht Gründe, warum es am Freitag (19.30 Uhr, MB-Arena) unbedingt einen Showdown und die Chance auf den achten Titel geben sollte.

Ganz viel von wenig

Für alle Eishockey-Fans. Diese Eiszeit ist eh schon so kurz. 36 statt 52 Hauptrundenspiele, die Play-offs statt „best of seven“ nur „best of three“ – da zählt jede Partie. Das Warten auf den DEL-Start 2021/22 dauert auch ab Freitag dann schon lange genug.

Krönung für den König

Für Marcel Noebels. Der Vorlagen-König der Liga wurde im Vorjahr durch den Corona-Abbruch um die Chance gebracht, als „Spieler der Saison“ auch Meister zu werden. Spiel 3 würde ihm diesmal die Möglichkeit lassen. Zweimal bester Spieler ohne Silberpokal – das hat Noebi nicht verdient.

Adler im Frustflug

Um Mannheim zu ärgern. Die Adler schieben nach dem Halbfinal-Aus schon schön Frust. Der würde sich noch steigern, wenn die Bären Titel Nr.8 holen. Denn dann müssten die Adler zurück ins zweite Glied, alleiniger DEL-Rekordmeister ist nur der EHC.

Noch mal volle Dröhnung

Für Bernd Römer. Mit Ausnahme von 2011 eröffnet der Karat-Star mit seiner E-Gitarre Endspiele in Berlin, macht die Nationalhymne vorm ersten Bully zum Gänsehaut-Moment. Einmal (wie am Sonntag) ist keinmal für so ein Ausnahme-Erlebnis. Nicht dass der Maestro noch aus der Übung kommt…

Fußball-Jubel reicht

Um Wolfsburg nicht zu überfordern. Die Autostadt ist gerade im Fußball-Fieber, der VfL auf Kurs Champions League. Dazu noch die Eismeisterschaft – das wäre für die Sportfans unter den knapp 125.000 Wolfsburgern zu viel.

Lange genug gewartet

Für Frank Hördler. Der Verteidiger ist die erste Saison Eisbären-Kapitän, machte zuletzt 900 DEL-Spiele voll und wartet nun acht Jahre auf seinen achten Meistertitel. Da will man doch sehen, ob Frankie mit dem Pokal immer noch so schmuck aussieht wie seit 2005 siebenmal mit dem Pott.

Kein Verlass auf Union, Hertha, Füchse

Für Berlin. Ein Titel pro Jahr in den großen Mannschafts-Sportarten gab es durch die Volleyball-Volleys regelmäßig. Zuletzt waren Albas Basketballer auch mal mit dabei. Für ein neues Doppel braucht niemand auf Union, Hertha und Handball-Füchse zu hoffen, die Eisbären können das möglich machen. Und Alba kann dann alles gar zum Meister-Dreier ausbauen. Sport-Metropole olé.

Die Arena soll beben

Für die tollen EHC-Fans. Sie bangen, jubeln, unterstützen, obwohl sie nicht zu den Spielen dürfen. Wenn man sich da vorstellt, dass 14.200 Anhänger in der MB-Arena (hoffentlich zum Start in die neue Saison) ihre Lieblinge hochleben lassen – und wie vergleichsweise ärmlich das mit 4500 in der Wolfsburger Eis-Arena mit den Grizzlys wäre –, dann gibt es nur eines für die Eisbären: heute gewinnen und in Spiel 3 am Freitag den Sack zubinden.