Hat nicht nur richtig viel mit dem Puck, sondern auch Tricks mit dem Zahnschutz drauf: Eisbär Mark Zengerle. Foto: City-Press/Marco Leipold

Das 4:5 nach Penaltys zum Jahres-Auftakt gegen Aufsteiger Bietigheim hat Eisbär Mark Zengerle (32) abgehakt, alle Konzentration gilt dem Spiel am Dienstag gegen Augsburg (19.30 Uhr, MB-Arena): „Wir müssen wieder auf den Siegmodus umschalten. Ich werde alles dafür tun.“

Was er auf dem Kasten hat, zeigte Zengerle mit zwei Toren gegen die Steelers. Seine prima Stimmung und die auffällig gute Form haben einen Grund. Zengerle: „Im Herbst war ich unsicher; dachte, die Eisbären wollen mich abschieben. Schwenningen war im Gespräch. Dort will ich aber gar nicht hin. Jetzt ist alles geklärt. Die Eisbären sind meine Mannschaft.“

Meistertitel als Motivation

Im Herbst schob der Center Frust, weil er auf der Tribüne Platz nehmen musste. Trainer Serge Aubin begründete damals: „Wenn Mark einige Male nicht gespielt hat, lag das daran, weil ich eine erfolgreiche Formation nicht ändern wollte.“

Inzwischen gehört der US-Boy wieder zum Startaufgebot des Meisters. Mit neuem Selbstbewusstsein spielt er jetzt aus voller Kraft auf und erinnert sich gern: „Der Meistertitel war für mich das größte Erlebnis meiner Laufbahn. Ich sehe ihn auch als Herausforderung für uns alle im Team, in der laufenden Saison die Ligaspitze zu verteidigen.“

Wurzeln in Süddeutschland

Zengerle hat neben dem US- auch einen deutschen Pass, belastet so das Ausländer-Kontingent nicht: „Mein Urgroßvater ist aus Süddeutschland ausgewandert. Aber die deutsche Sprache ist über die Generationen in unserer Familie verloren gegangen.“

Aber vielleicht sind es ja die deutschen Wurzeln, die dafür sorgen, dass sich Mark in Berlin besonders wohlfühlt: „Meine Eltern kamen Weihnachten aus Charlotte in North Carolina zu Besuch. Sie freuen sich, dass ich mit den Eisbären einen Verein in einer so wunderbaren Stadt gefunden habe. Warum sollte ich da wechseln?“

Kampf für neuen Vertrag

Mark wagt sogar einen Blick nach vorn: „Ich werde bei allen Einsätzen für eine Vertragsverlängerung kämpfen, würde gern weiter bei einer so gut geführten Organisation wie den Eisbären spielen.“

Wenn er so weitermacht wie in den vergangenen Spielen, warum nicht...?

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