Eisbär Parker Tuomie würden gegen seinen Vater Tray gern sein siebtes Saisontor erzielen. Foto: Imago/Eibner

Parker Tuomie (25) freut sich gleich doppelt auf den Sonntag. Beim Start der zweiten Saisonphase gegen die Augsburger Panther (17 Uhr, Magentasport) trifft er mit den Eisbären nicht nur zum ersten Mal in seiner Karriere auf ein Team aus dem Süden der DEL. Noch nie zuvor traf er auch in einem Pflichtspiel auf seinen Vater Tray (52), der bei den bayrischen Schwaben hinter der Bande steht.

Ganze Familie fiebert mit

„Es ist ein ziemlich besonderer Moment“, sagt Parker. Und zwar nicht nur für die beiden, die in der MB-Arena drei Punkte sammeln wollen. „Auch meine beiden Geschwister und die Mama fiebern dem Spiel entgegen. Anders als wir wünschen sie sich ein enges, spannendes Spiel.“ 

Papa Tray sagt: „Alle freuen sich gleichermaßen, dass die Nord-Süd-Duelle endlich beginnen. Dass es dann direkt zum Vater-Sohn-Duell kommt, macht es nur noch spannender.“

Fast täglich Kontakt

Für Tuomie Junior ist das Spiel gegen den Vater auch deshalb so besonders, weil dieser maßgeblich die Karriere für Parker ebnete. „Ich bin es ja von klein auf gewöhnt, beim Eishockey zu sein. Als Kind war ich schon oft in der Kabine dabei“, sagt der Stürmer, der sich inzwischen auch Nationalspieler nennen darf, „er ist der Grund, warum ich spiele.“

Trotz der geografischen Distanz ist der Kontakt eng. „Wir sprechen fast täglich“, sagt Parker, „und schauen auch die Spiele des anderen an.“

Lob für die Eisbären

Die bisherige Saison könnte unterschiedlicher kaum verlaufen sein. Während Augsburg die Südgruppe als Vorletzter abgeschlossen hat, dominierten die Bären bekanntlich die Norddivision. „Es ist natürlich toll, dass ich gleich in meinem ersten DEL-Jahr in so einer starken Mannschaft spiele“, freut sich Parker.

Nach einigen anfänglichen Problemen, die auch mit seinem Wechsel von Nordamerika zu tun hatten, ist er mittlerweile richtig angekommen. Das will er am Sonntag wieder unter Beweis stellen.