Eisbär Marcel Noebels staunt vor den Winterspielen in Peking noch immer über den Olympia-Coup vor vier Jahren, als Deutschland sensationell Silber gewann. City-Press, Imago

China, wir kommen! Heute machen sich auch die deutschen Eishockey-Cracks auf den Weg zu Olympia nach Peking, wo es in der Vorrunde gegen Kanada (10. Februar, 14.10 Uhr MEZ), die Gastgeber (12. Februar, 9.40 Uhr) und das US-Team (13. Februar, 14.10 Uhr) geht. Mit an Bord sind viele Silberhelden von 2018. Einer von ihnen ist Eisbären-Star Marcel Noebels (29). Der KURIER sprach vor dem Abflug mit ihm.

Noebels verrät Glücksbringer

KURIER: Sind Sie ein Olympiaheld?

Marcel Noebels: Puh. Ein Held bin ich, glaub ich, nicht, weil wir ja im Mannschaftssport tätig sind. Wir gewinnen und verlieren zusammen. Mit Silber hat damals keiner gerechnet. Unser Ziel geht wieder in die Richtung, dass wir dahin kommen, wo es um viel geht.

Was sind Ihre stärksten Erinnerungen an Pyeongchang?

Ich denke gern an die letzten drei, vier Tage. Nach dem Sieg im Halbfinale ging alles ganz schnell. Es waren Augenblicke, von denen man sich gewünscht hätte, dass sie länger dauern – so viel Euphorie und Emotionen. Die letzten drei Tage waren für mich wie eine Stunde.

Gibt es etwas, was Sie 2018 dabeihatten, das Sie wieder in die Reisetasche packen?

Ich hatte meine Kette dabei, meinen Glücksbringer. Auf dem Eis habe ich sie nicht an, sie würde kaputtgehen. Die hänge ich mir immer irgendwie ans Bett oder in die Nähe. Es ist eine Halskette mit einem Kreuz.

Eisbär Noebels: Wir können jeden schlagen

Die sie auch vor Omikron-Infektion bewahrt?

Mehr, als sich bestmöglich zu schützen, kann man nicht machen. Wir sind alle geimpft, tragen Masken, versuchen, so viel Kontakt wie möglich zu vermeiden. Aber wenn das Schicksal will, dass du es kriegst, dann kriegst du es. Wenn, wie zuletzt bei den Handballern, Corona bei einem Turnier mal im Umlauf ist, ist es kaum zu vermeiden. Auf dem Eis können wir schlecht mit Maske rumlaufen. Vorsichtig sind alle, Angst ist auch ein bisschen dabei, weil man Corona nicht haben möchte. Aber die Flinte ins Korn zu werfen, ist auch der falsche Weg.

Kanada, China und die USA sind die Vorrundengegner. Kein leichter Start, oder?

Keine Mannschaft wird leicht sein. Wichtig ist, dass wir von Spiel zu Spiel besser werden. Das haben wir vor vier Jahren geschafft. Da waren wir im ersten Spiel nicht gut, im zweiten auch nicht so, im dritten haben wir gewonnen, von da ging es los. Wir können jede Nation schlagen. Es kommt auf uns an.

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